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Wirteverband Basel-Stadt

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26.08.2020

Fruchtige Zuckeralternativen

Von Granatapfelmelasse bis Dattelsirup

Immer mehr Menschen nutzen zum Backen und Kochen Alternativen zu gewöhnlichem Haushaltszucker. Im Trend liegen zum Beispiel Granatapfelmelasse und Dattelsirup, Reissirup und Süsskartoffelnektar. Wer glaubt, Zuckeralternativen seien weniger energiereich, liegt allerdings falsch. Solche Produkte sind meist ähnlich energiereich wie üblicher Haushaltszucker aus Zuckerrüben und sollten daher nur in Massen verwendet werden.

Das gilt zum Beispiel auch für Kokosblütenzucker, der ebenso körnig und fast genauso süss wie Kristallzucker ist. Er schmeckt nicht nach Kokos, sondern hat eine karamellartige Note. Das liegt daran, dass er aus dem Nektar der Kokospalme und nicht aus der Kokosnuss gewonnen wird.

Reissirup hat in Japan als Süssungsmittel eine lange Tradition und wird aus gemahlenem und gekochtem Reis hergestellt. Durch Fermentation wird die Reisstärke in Zuckermoleküle aufgespalten. Der goldfarbene Sirup hat ein malzig-nussiges Aroma und eine geringere Süsskraft als Haushaltszucker. Er enthält keinen Fruchtzucker und ist daher auch für Menschen mit Fruktoseintoleranz geeignet. Vitamine und Mineralstoffe aus dem Reis sind aber kaum mehr enthalten.

Eine weitere Alternative ist Dattelsirup, in dem die in der Dattel vorhandenen Nährstoffe wie Vitamin A und D, Magnesium, Kalium und Folsäure in geringer Menge enthalten sind. Sein karamellartiges Aroma verleiht Tee, Smoothies, Suppen, Saucen und Desserts eine feine Note.

Dattelsirup hat eine höhere Süsskraft als Zucker und kann daher sparsam verwendet werden. Wer den Sirup selbst zubereiten möchte, legt entsteinte Datteln in Wasser und kocht sie ein. Anschliessend pürieren, bis eine glatte Masse entstanden ist und mit Vanille, Zimt und etwas Zitronensaft abschmecken.

Schon Granatapfelmelasse gekostet? Dieser orientalische Sirup hat einen herben bis süss-säuerlichen Geschmack und wird gerne für Schmorgerichte, Ofengemüse und Marinaden verwendet. Fisch und Fleisch kann mit der fruchtigen Melasse glasiert werden. Für einen leckeren Sommerdrink wird ein kleiner Löffel dunkelroter Sirup mit Mineralwasser aufgegossen und mit frischer Minze und Früchten wie Erdbeeren und Melone garniert. Mit wenigen Zutaten lässt sich Granatapfelmelasse auch zu Hause herstellen.

Granatapfelsaft mit 100 Prozent Fruchtgehalt aufkochen, Zucker hinzugeben und auflösen. Mit Limettensaft abschmecken und einkochen, bis sich die Flüssigkeit um ein Drittel reduziert hat. Kurz abkühlen und in eine dekorative Flasche füllen. Kühl, trocken und dunkel gelagert hält sich Granatapfelmelasse mehrere Monate.

Heike Kreutz / bzfe


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