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12.12.2020

Wie lange noch?

Ein Beitrag von Urs Pfäffli

Wirte übernehmen wie alle Unternehmer viel Verantwortung. Ich wage zu behaupten, sogar ein bisschen mehr. Immer noch gibt es viele Wirte, die ohne überlange Arbeitszeiten zu wenig Geld verdienen würden. Nur dank unermüdlichem Einsatz können sie sich Jahr für Jahr etwas Geld auf die Seite legen. Gönnen sie sich genügend Ferien, heisst es schnell «sie haben es nicht mehr nötig».

Für den Staat ist seit Beginn der Pandemie selbstverständlich, dass die Wirte ihr hart erspartes Geld und den Gewinn vergangener Jahre einfach so dahin schmelzen lassen. Wohlbemerkt, der vergangene Gewinn wurde versteuert. Jeder Unternehmer muss sich nun fragen, wie lange er sein erspartes Geld noch hergeben will. Rückwirkend der Jahre 2019, 2018 zurück bis 2010? Es kommt mir vor wie beim Roulette. Ab welchem Einsatz hören wir auf und ziehen uns zurück? Niemand weiss, wie lange die Pandemie noch dauert.

Ich finde es an der Zeit, dass diese Diskussion mit der Politik und in der Öffentlichkeit ernsthaft geführt wird. Würden die Politiker rückwirkend auf ihr Gehalt verzichten und das auf Jahre zurück? Bei den Managern von grossen Konzernen kennen wir ja die Antwort.

Der Bundesrat rühmt sich, uns KMU unterstützt und viel Geld gesprochen zu haben. Wirklich? Es nützt wenig, wenn er uns Gastronomen dafür mit seiner Salamitaktik den Hahn zudreht. Das Wirte sich mit Krediten nicht sonderlich anfreunden können, sollte der Bundesrat doch eigentlich freuen.

Die Kurzarbeitsentschädigung wurde den Betrieben zumindest in Zürich in beispielhafter Schnelle ausbezahlt. Wieso uns der Bundesrat die Ferienentschädigung für die Mitarbeiter, trotz Zahlungspflicht gemäss AVIG verwehrt, ist mir heute noch unverständlich. Ebenso die Tatsache, dass den Niedriglohnbezüger nur 80% vergütet wird.

Von uns erwartet die Regierung gehorsam sein und Demut. Wissend, wie sich mehrere Parlamentarier betreffend Schutzkonzept im Bundeshaus seit Beginn der Pandemie unverbesserlich und beschämend verhalten, finde ich dies unakzeptabel und äusserst provokativ.

Parlamentarier, die öffentlich dazu stehen, sich an Weihnachten im privaten Kreis nicht an die empfohlenen Regeln des Bundesrates zu halten, haben nach meiner Meinung in der Politik nichts zu suchen. Ein Minimum an sozialer Intelligenz darf erwartet werden.

Die Frage ist mittlerweile berechtigt, ob KMU durch die bürgerlichen Parteien noch gut vertreten sind oder ob sie nur für Konzerne lobbyieren. Auch die Krise hat sein gutes. Es bringt so manches an die Oberfläche.

Urs Pfäffli

Urs Pfäffli ist Präsident von GastroZürich-City und Covid-19 Verantwortlicher von GastroZürich. Er wirtete über 20 Jahre bis Ende November mit dem Restaurant Au Gratin und der Newsbar am Bahnhofplatz in Zürich.

Urs Pfäffli, Präsident GastroZürich-City

Urs Pfäffli: «Hat der Bundesrat wirklich genug für uns KMU getan?» GastroSuisse


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