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04.01.2021

Wo bleibt die Solidarität?

Ein Beitrag von Jarin Huber

Dass eine so heftige Krise, wie sie das Coronavirus verursacht hat, gefühlt aus dem Nichts auftaucht, hatten nicht nur wir Gastronomen nicht auf dem Schirm. Wie das Bild, das unsere Politiker*innen und Wirtschaftseliten in den letzten Monat abgegeben haben, zeigt, war unsere Gesellschaft für so eine fundamentale Herausforderung absolut nicht vorbereitet.

Bei der ersten Welle galt noch, dass nahezu alle Wirtschaftszweige (als prominente Ausnahme dürfen unter anderem viele Vermieter gelten) die einschneidenden Massnahmen mitgetragen haben. In der zweiten Welle gilt, entgegen der Behauptungen der Politik, dieses Solidaritätskonzept nicht mehr. Nun sollen die Kultur- und Eventbranche, die Gastronomie und die kleinen Verkaufsläden die wirtschaftlichen Einbussen durch einschneidende Schutzmassnahmen und Betriebsschliessungen schultern.

Dass die momentane Situation gravierende Massnahmen erfordert, ist mittlerweile fast allen klar. Die oben genannten Branchen zeigen denn auch eine hohe Bereitschaft ihren Beitrag zu diesen Massnahmen zu leisten. Dass es auf der anderen Seite Branchen gibt, die von der Krise nicht betroffen sind oder teilweise massiv davon profitieren, lässt die Frage aufkommen, was denn nun gemeint ist mit der oft genannten Solidarität.

Wäre es nicht solidarisch, dass diese Branchen einen Teil ihrer horrenden Profite umverteilen an die, die am stärksten unter dieser Krise leiden? Leider sind gerade die bürgerlichen Parteien bei solchen Vorschlägen schnell zur Stelle mit dem Argument der «Wirtschaftsfreiheit». Es wird sichtbar, dass die lauten Forderungen ebendieser bürgerlichen Politiker*innen, Gastronomie,- Kultur- und Freizeiteinrichtungen wieder zu öffnen, nicht aus Nächstenliebe geschieht, sondern aus einem vorsorglichen Aktionismus.

Dies um weitere Wirtschaftszweige, welche ihnen wesentlich näherstehen, somit mehr politisches Gewicht haben und vor allem mehr Rendite erwirtschaften, nicht von irgendwelchen wirtschaftlichen Einschränkungen erfasst werden. Insofern zeigt die momentane Krise bei näherem Hinsehen, welche unserer Politiker*innen und Wirtschaftseliten wahrlich das Interesse der Gesamtwirtschaft verfolgen und welche sich lediglich von der stärksten Lobby steuern lassen.

Hoffen wir für das neu begonnene Jahr, dass wir alle, als Individuen und Gesellschaft, uns mehr auf den wahren Kern von «Solidarität» besinnen. Dass wir nicht davor zurückschrecken, die daraus gewonnenen Erkenntnisse mutig einfliessen lassen in den allgemeinen Umgang miteinander, aber auch in zukünftige Entwicklungen unserer bestehenden Wirtschaftsstrukturen.

Jarin Huber
Mitgründer und Geschäftsführer Matt & Elly AG

Jarin Huber

Jarin Huber: «In der zweiten Welle gilt, entgegen der Behauptungen der Politik, das Solidaritätskonzept nicht mehr.»


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