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Wirteverband Basel-Stadt

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19.03.2021

Der Dauer-Lockdown ist eine Katastrophe

Gedanken zur Mutlosigkeit des Bundesrats

1. Müsste man ein Programm zur Demoralisierung des gastgewerblichen Mittelstands aushecken, es würde nicht stark vom Drehbuch abweichen, dem unsere Landesregierung folgt.

2. Mit seinem Zögern treibt der Bundesrat das Gastgewerbe in den Ruin: Der Dauer-Lockdown ist eine Katastrophe.

3. Nicht einmal die Terrassen zu öffnen, ist ein erneuter Affront gegen die Kantone, von denen sich alle für eine Aussenöffnung und die Hälfte sogar für eine Innenöffnung der Restaurants ausgesprochen hatte.

4. Wenn der Basler Kantonsarzt Thomas Steffen recht hat und das Ansteckungsrisiko in Innenräumen neunzehnmal höher ist als im Freien: Dann ist die Nichtöffnung der Terrassen schlicht unverständlich!

5. Zwar ist eine reine Aussenöffnung für die meisten von uns keine Option. Aber es wäre wenigstens ein Schritt gewesen, der es erlaubt hätte, unseren Take-Away-Kunden eine Sitzgelegenheit anzubieten.

6. Private Feiern sind bis 10 Personen möglich. Im Freien dürfen sich 15 Personen treffen. Aber in den Restaurants sollen vier Personen nicht gemeinsam an einem Tisch sitzen dürfen? Nicht einmal auf der Terrasse!

7. Es ist unbestritten, dass es weiterhin Schutzmassnahmen braucht, doch der Dauer-Lockdown ist nicht die Lösung.

8. Die «Zahlen» seien am Explodieren, sagt der Bundesrat. Dabei ist die Positivitätsrate gleich hoch wie vor sieben Wochen. Der Anteil positiver Testergebnisse schwankt seit langem zwischen vier und sechs Prozent. Heute lag er bei vier Prozent.

9. Die «Fallzahlen» werden auch steigen, wenn die Restaurants zu bleiben. Je mehr getestet, desto mehr «Fälle» gibt es. Wobei Fälle nicht mit Erkrankungen gleichzusetzen sind. So einfach ist es. Mindestens vier Bundesräte scheinen das aber nicht zu verstehen.

10. Die Richtwerte sind neu zu bewerten. Es braucht eine Konzentration auf die Zahl der Spitaleinweisungen. Eine Rückkehr zu einem normalen Leben ist möglich, weil ein guter Teil der Risikogruppen geimpft wurde.

11. Der wirtschaftliche Schaden ist enorm. Jeder fünfte Gastronom in der Schweiz hat bereits aufgegeben. Weitere 20 Prozent stehen kurz davor.

12. Eine weitere Schliessung der Restaurants ergibt auch aus gesundheitlicher Sicht keinen Sinn. Aber die Hersteller von Psychopharmaka freuen sich…

13. Seit Monaten verpflegen sich in der Schweiz tagtäglich Zehntausende von Gästen in Betriebskantinen und Hotelrestaurants, ohne das nennenswerte Ausbrüche bekannt wären.

14. Es ist Zeit, einen mutigeren Kurs zu fahren. Denn sonst begehen wir Selbstmord vor lauter Angst zu sterben!

15. Der Bundesrat ist unglaubwürdig. Noch vor kurzem hat uns Hoffnung gemacht, dass eine schrittweise Öffnung der Gastronomie – zunächst der Aussenbereiche – möglich sei. Nun soll erst Mitte April entschieden werden, ob und wie wir wieder öffnen dürfen. Sofern es die epidemiologische Lage zulässt…

16. Es wird immer klarer, dass von der Gastronomie ein Sonderopfer verlangt wird. Sogar das Lockdown-freundliche Robert Koch-Institut redet von einem moderaten Ansteckungsrisiko. Wir sind nur geschlossen, damit andere öffnen können!

17. Mit fairen Entschädigungen, die rasch genug eintreffen, hapert es vielerorts. Der Ständerat hat bei der Harmonisierung der Härtefallhilfe geklemmt. Es sei den Kantonen nicht zuzumuten, jetzt noch die Systeme anzupassen…

18. Der Bundesrat hat das Augenmass verloren. Statt sich nur um eine einzige Krankheit zu kümmern, sollte er den Blick fürs Ganze schärfen. Statt einfach die Nachbarländer zu kopieren sollte er unseren Gästen und uns ein Stück Leben zurückgeben.

19. Wenn Bundesrat Berset an der Medienkonferenz auf Journalistenfragen einfach mit «prochaine question» antwortet, wissen wir Bescheid.

Maurus Ebneter
Präsident Wirteverband Basel-Stadt


 

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