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21.04.2022

Die Serviceroboter kommen – und bleiben

Grossangelegte Tests verlaufen erfolgreich

Tests mit Robotern im Service verlaufen erfolgreich. Die Einführung in grossem Stil steht kurz bevor. Das zeigt ein Beispiel aus den USA.

Brinker International betreibt rund 1700 Restaurants, hauptsächlich in den USA, aber auch in 28 anderen Ländern. In ihren «Chili’s»-Betrieben weitet die Gastronomiegruppe nun einen Test mit dem Serviceroboter «Rita» aus. Die Akzeptanz bei den Gästen und Mitarbeitenden ist hoch.

«Rita» begleitet die Gäste zum Tisch, hilft beim Servieren und Abräumen. Der nimmermüde Serviceassistent wurde von Bear Robotics in Kalifornien entwickelt. Er wird bereits erfolgreich in zehn Betrieben eingesetzt. Nun kommen im Rahmen eines erweiterten Tests 51 neue Chili’s-Filialen dazu.

Am Sitz von Brinker in Dallas gibt man sich enthusiastisch. In der Fachzeitschrift «Nation’s Restaurant News» äusserst sich der Innovationsleiter Wade Allen: «In den 18 Monaten, die Rita in zehn unserer Restaurants getestet wurde, hat sie sich als zuverlässig erwiesen.».

Jeder Aspekt von Ritas Leistung wurde gemessen – und alles war überwältigend positiv. «Sie» macht die Arbeit für die Teammitglieder weniger anstrengend, indem sie deren körperliche Belastung verringert.

Die Reaktion der Mitarbeiter war positiv. «Rita zu kennen, heisst sie zu lieben», so Allen. «82% unserer Teammitglieder sagen, dass sie von Rita begeistert sind.» Der Roboter sei besonders hilfreich bei Transportaufgaben und beim Platzieren der Gäste.

Auch bei Gästen jeden Alters ist Rita ein Hit. In einer kürzlich durchgeführten Umfrage gaben 82% der Kunden an, dass ihr Restauranterlebnis dank des Roboters insgesamt besser war. 77% der Befragten stellten fest, dass das menschliche Servicepersonal mehr Zeit für die Betreuung hatte, weil der Roboter ihnen Arbeit abnahm.

Gemäss Allen führt Rita Aufgaben mit einer Erfolgsquote von 99% aus. Sie kann nicht nur Gäste an ihren Tisch führen, Speisen transportieren und beim Abräumen helfen, sondern auch singen: Bei Geburtstagskindern unter den Gästen gibt sie «Happy Birthday» zum Besten.

Robolution

In der Küche, im Service oder für Lieferungen: Roboter sind ein Rezept gegen den Fachkräftemangel. Doch der Automatisierung sind Grenzen gesetzt.

Gemäss Aaron Allen könnten theoretisch 82 Prozent aller Beschäftigten in Restaurants weitgehend wegrationalisiert werden. Allerdings schränkt das US-Beratungsunternehmen gleich ein: «Roboter werden nicht jeden Mitarbeiter in der Gastronomie ersetzen, und wir schlagen auch nicht vor, das menschliche Element zu entfernen. Empathie und Fürsorge sind das, was grossartige von durchschnittlichen Gastro-Unternehmen unterscheidet.»

Andererseits bestehe die Möglichkeit und Notwendigkeit, Milliarden Dollar an Arbeitskosten zu sparen, «das Gastgewerbe weiterzuentwickeln, zu modernisieren und technologiegetriebene Produktivitätssteigerungen zu erzielen, die andere Branchen weit vor uns erlebt haben», so Aaron Allen.

Obwohl das Angebot an automatisierten Helfern schon stattlich ist, setzen sie sich bisher nicht auf breiter Front durch. Abgesehen von einigen Pionieren kommen die meisten Gastrobetriebe noch ohne Roboter im engeren Sinne aus. Doch weltweit forschen Teams aus Informatikern und Ingenieuren, um die Abläufe in Hotels und Restaurants zu automatisieren.

Roboter stehen an Fritteusen, sie stellen Bowls und Pasta her, braten Burgers, mixen Smoothies und Cocktails. Auch Automaten, die per Knopfdruck Pizza, Ramen oder Salat ausgeben, sind bereits auf dem Markt. Und für den Transport der Speisen stehen nimmermüde Service- oder Delivery-Roboter zur Verfügung.

Obwohl Einsparungen bei den Personalkosten locken, geht die Rechnung nicht so schnell auf. Die Anschaffungs-, Wartungs- und Reparaturkosten sind beträchtlich. Je schwieriger und teurer es allerdings wird, motivierte Mitarbeiter zu finden, desto mehr haben Innovationen eine Chance.

Roboter werden zur Unterstützung und Entlastung der Mitarbeitenden Einzug halten. Den «Human Touch» werden sie nicht ersetzen können, vor allem im Full-Service-Segment. Die Gästeakzeptanz wird nicht überall gegeben sein.

Bild: Bear Robotics

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