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02.10.2023

Warnung vor Mutproben

Extrem scharfe Speisen können gefährlich sein

Bereits seit Jahren gibt es «Scharf-Esswettbewerbe», bei denen Menschen ihre eigenen Schmerzgrenzen austesten. Sie nehmen Lebensmittel mit extremer Schärfe wie Chilisaucen und Chiliextrakte in unüblich grossen Mengen zu sich. Das kann die Gesundheit gefährden, besonders bei Kindern und Jugendlichen.

Daher warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor Mutproben wie der «Hot Chip Challenge». Dieser Trend ist derzeit in den sozialen Medien weltweit verbreitet. Dabei wird ein Tortilla-Maischip gegessen, der mit zwei der schärfsten Chilisorten der Welt gewürzt ist. Häufig sind es Teenager, die ihre Mutprobe in Videos oder Fotos festhalten und im Internet teilen. Die Chips sind einzeln verpackt im Internet erhältlich.

Vereinzelt haben solche Aktionen schon zu ärztlichen Noteinsätzen geführt, berichtet das BfR. Nach einer Meldung der New York Times ist in den USA ein Teenager nach dem Essen des mit Chili gewürzten Tortilla-Chips gestorben.

Die brennende Schärfe von Paprika und Chili ist auf Inhaltsstoffe aus der Gruppe der Capsaicinoide, etwa Capsaicin, zurückzuführen. Diese Substanzen sollen Frassfeinde daran hindern, die Früchte der Pflanze zu fressen. Der übermäßige Verzehr von Capsaicin kann zu ernsthaften gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.

In der Vergangenheit wurden immer wieder unerwünschte Wirkungen wie Schleimhautreizungen, Übelkeit, Erbrechen und Bluthochdruck beobachtet. Kinder reagieren besonders empfindlich auf scharfe Chili-Produkte.

Nach Schätzungen des BfR kann ein Erwachsener maximal fünf Milligramm Capsaicin pro Kilogramm Körpergewicht mit einer Mahlzeit ohne Bedenken zu sich nehmen. Im eigenen Haushalt sollten scharfe Produkte wie Chilisaucen für Kleinkinder unerreichbar aufbewahrt werden.

Oft sind traditionelle Speisen der asiatischen, afrikanischen oder arabischen Küche scharf bis sehr scharf mit Chili gewürzt, deren üblicher Verzehr laut BfR aber unbedenklich ist. Allerdings sind die individuellen Grenzen für Schärfe von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Bei Rezepten sollte man sich vorsichtig mit geringen Dosierungen scharfer Zutaten herantasten.

Heike Kreutz / bzfe


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