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Wirteverband Basel-Stadt

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23.06.2009

Geburtsregion entscheidet über Geschmackssinn

Gene, Erziehung und Erfahrung beeinflussen Ausprägung des Geschmacks

Nicht nur Sprache und Dialekt, sondern auch der Geschmack wird uns mit dem Geburtsort in die Wiege gelegt. Das behaupten Forscher der Universität Nottingham. Sie erfassten die verschiedenen Geschmacksvorlieben der Briten, wozu sie den objektiven Geschmack einer Nahrung mit der Art verglichen, wie sie in verschiedenen Regionen der Insel wahrgenommen wird. Als Grundlage dafür dienten neben Interviews auch chemische Analysen, physikalische, psychologische und sensorische Tests sowie Gehirnuntersuchungen. Das Ergebnis ist die erste Geschmackslandkarte der britischen Insel.

Das beliebteste Essen der Insel stammt demnach aus dem Südwesten. Jeder dritte Brite steht auf traditionellen Cheddar Cheese und Cream Tea, worunter man ein Süssgebäck mit Tee, Rahm und Erdbeerkonfitüre versteht, das ursprünglich aus der südwestenglischen Grafschaft Devon stammt. Kaffee ist bei den Briten das beliebteste Jugendgetränk. Schotten bevorzugen statt Folklore Yorkshire Pudding und italienisches Eis, während die rasche Sättigung bei Bewohner aus dem Nordosten im Vordergrund steht. "Das könnte geschichtlich bedingt sein durch die Hungerzeiten der Industrie-Schwerarbeiter", vermuten die Studienautoren Andy Taylor und Greg Tucker.

Im Zentrum des Landes, den sogenannte Midlands rund um Birmingham, führt süsses und asiatisches Essen die Liste der Lieblingsspeisen an. Die Veranlagung dazu habe laut den Forschern schon lange vor dem hohen Zuzug von Asiaten in dieser Region bestanden. Der südliche Teil der Insel ist hingegen ein Schmelztiegel von Menschen aller Regionen Englands und der ganzen Welt. Hier fand man kaum einheitliche Geschmacksvorlieben, da die regionstypischen Speisen, Aalsülze und Austern, immer seltener gegessen werden. Am wenigsten Schmeichelhaftes kann die Hauptstadt London berichten: Jeder vierte Brite hat hier sein "bisher schlechtestes Geschmackserlebnis" verzeichnet.

"Zwar beeinflussen die Gene den Geschmack, doch auch Erziehung und die Erfahrung hat eine wichtige Rolle in dessen Ausprägung", erklärt Taylor. Ähnlich den gesprochenen Dialekten, die Akzent auf verschiedenen Silben und Vokalen ausbilden, hätten Menschen verschiedener Regionen auch Geschmacksdialekte entwickelt und würden bevorzugt die Nahrung wählen, die diese befriedigt. Diese Vorlieben könne man auf jeweils anderen Regionen der Zunge verorten. "Beispielsweise bevorzugen die Schotten ergiebige, cremige Geschmäcker, die auf den hinteren Teilen der Zunge erfasst werden, während Menschen aus dem Nordosten von der Zungenspitze aufgenommene Geschmäcker lieben", schreiben die Forscher.


 

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