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Wirteverband Basel-Stadt

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29.06.2009

Europäer mit Feingeschmack für Süsses geboren

Fehlende Süssfrüchte als mögliche Ursache für höhere Sensibilität

Europäer haben aufgrund ihres Erbgutes einen feineren Geschmackssinn für Zuckerhältiges. Das berichten amerikanische Wissenschaftler vom National Institute on Deafness and Other Communication Disorders in der Zeitschrift Current Biology. In einem Experiment mit Menschen aus aller Erdteilen entschlüsselten sie bei den Vertretern Europas ein Genpaar, das besonders auf Zucker sensibel ist und feinste Spuren davon schmecken lässt. "Bei Menschen in nördlichen Ländern sind diese Gene weit häufiger verbreitet als bei den Bewohnern der Tropen", berichtet der Genetiker Dennis Drayna.

Die Forscher liessen 144 Versuchspersonen aus Europa, Asien und Afrika neun verschiedene Substanzen kosten, die zwischen null und vier Prozent Kristallzucker aufwiesen. "Vierprozentige Saccharose erscheint jedem extrem süss - es ist vergleichbar mit einer widerlichen Nachspeise", so Forschungsleiter Drayna. Aufgrund dieser Beobachtungen wurde jeder Person ein bestimmter Wert von Zucker-Feinfühligkeit beigemessen. Ein Vergleich dieser Werte mit den Unterschieden bei einem auf Zucker empfindlichen Genpaar - TAS1R3 und TAS1R2 - zeigte, dass zwei Varianten des TAS1R3-Gens, die Feinfühligkeit der freiwilligen Testpersonen geradezu vorauszusagen schienen.

Europäer hatten die Genexpression dieses Gens besonders stark ausgeprägt, ausserdem auch Japaner, Palästiner, Chinesen und andere Völker des mittleren Ostens und Asiens. Die Angehörigen mehrerer afrikanischer Völker wiesen das geringste Feingefühl für Süsses auf. Als Ursache für diese erhöhte Sensibilität vermutet Draya den Mangel an Süssfrüchten und Gemüse nördlich der Tropen. Europäer brauchten sie, um diejenigen regionalen Nahrungspflanzen aufzufinden, die am meisten energiereiche Kohlehydrate besassen. "Alle Früchte, die hohen Zuckergehalt haben, wachsen vor allem in den Tropen und nicht in nördlicheren Breiten", so der US-Forscher.


 

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