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Wirteverband Basel-Stadt

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03.02.2010

Frustesser haben es schwerer

Wer aus seelischen Gründen isst, nimmt schlechter ab

Übergewicht kann nicht nur gesundheitliche Folgen haben, sondern auch eine psychische Belastung sein. Deshalb sind eine Vielzahl von Diäten und Abnehmprogrammen auf dem Markt. Trotz erfolgreicher Gewichtsreduktion erreichen aber viele Betroffene innerhalb weniger Jahre wieder ihr Ausgangsgewicht oder nehmen sogar noch mehr zu. Amerikanische Wissenschaftler haben deshalb untersucht, warum viele Abnehmwillige auch mit verhaltenstherapeutischer Begleitung ihr Ziel nicht erreichen oder das erreichte Gewicht nicht halten können.

Ihr Ergebnis ist signifikant und gleichzeitig menschlich nachvollziehbar: Wer aus seelischen Gründen isst, der nimmt schlechter ab und eher wieder zu als jemand, den äussere Einflüsse zum Essen verleiten. Basis der Studie waren Fragen zu psychologischen Aspekten des Essens, die die über 3000 Teilnehmer zwei verschiedener Abnehmstudien beantwortet hatten.

Die Forscher unterteilten die Ursachen für übermässiges Essen in zwei Kategorien: Externe Faktoren verleiten dazu, über den Hunger hinaus nach Essen zu verlangen, beispielsweise auf Partys oder bei Einladungen mit Menü, wie in der Weihnachtszeit. Interne Faktoren beziehen sich dagegen auf Gedanken oder Gefühle, die Essen als Ersatz für emotionale Bedürfnisse wie Trost oder Nähe versprechen.

Je häufiger die Studienteilnehmer emotionale Gründe fürs Essen nannten, desto weniger nahmen sie trotz verhaltenstherapeutischer Begleitung ab beziehungsweise desto häufiger hatten sie nach einem Jahr wieder an Gewicht zugenommen.

Die Wissenschaftler fordern Ernährungsberater und Therapeuten deshalb auf, zusätzlich zu den bisher erprobten Programmen gezielt auch auf den "seelischen Hunger" der Patienten einzugehen. Erst dann, vermuten sie, kann das Abnehmen dauerhaft Erfolg haben – eine Erkenntnis, die aus psychosomatischer und psychotherapeutischer Sicht nicht neu ist. Denn rund um das Gewicht spielen sehr unterschiedliche Faktoren eine Rolle – von kultureller, gesellschaftlicher Prägung bis hin zum Schönheitsideal.

Autorin: Dr. Stefanie Schmid-Altringer / aid


 

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