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Wirteverband Basel-Stadt

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01.11.2010

Wie viele Raucherlokale wird es in Basel geben?

90 Prozent der Innenplätze bleiben rauchfrei

Bei einer Annahme der Volksinitiative "Ja zum Nichtraucherschutz ohne kantonale Sonderregelung!" werden rund 700 Lokale in Basel komplett rauchfrei bleiben. Es wird lediglich 150 kleine Raucherlokale und etwa 50 bediente Fumoirs geben. Diesen Schluss lassen eine Auswertung der Branchenstruktur und Zahlen aus anderen Kantonen zu.

In Basel-Stadt gibt es 891 gastgewerbliche Betriebsstätten. Vor 13 Monaten waren es noch 868. Die Zunahme von 23 Betrieben beruht zum Teil auf einer Verfeinerung der Datenbank, vor allem aber auf einem positiven Saldo aus Neu- und Wiedereröffnungen minus Betriebsschliessungen. Eine wichtige Rolle spielte dabei die Eröffnung des Einkaufszentrums Stücki.

Betrachten wir die insgesamt 963 Betriebsteile / Profit Centers (siehe Abbildung 1), so erkennen wir, dass das Wachstum vor allem in den Bereichen Full Service (+11), Schnellverpflegung (+10) und Café-Bars (+10) stattfand. Alle anderen Betriebsarten verzeichnen stabile oder leicht rückläufige Zahlen. Im Oktober 2010 gab es 24 Profit Centers mehr als im September 2009.

Der Gastronomiemarkt wird von Kleinbetrieben geprägt (siehe Abbildung 2). Nur 18.4% der Betriebe verfügen über mehr als einen regelmässig geöffneten Gastraum. 17.7% der Betriebe verfügen über weniger als 31 Innenplätze. 29.7% der Betriebe haben mehr als 60 regelmässig zugängliche Innenplätze.

Die Gaststätten in Basel-Stadt verfügen über 1077 regelmässig geöffnete Räume (Vorjahr 1086) mit 58'921 Innenplätzen (Vorjahr 59'224). Mit Aussenbereichen und Plätzen in unregelmässig geöffneten Räumen dürfte die Kapazität des Basler Gastgewerbes bei rund 100'000 Personen liegen.

Das Gastgewerbe in Basel-Stadt beschäftigt rund 8000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon etwa 4500 im Vollzeit- und 3500 im Teilzeitpensum. Die Lohnsumme beläuft sich auf etwa 380 Millionen Franken pro Jahr. Der Jahresumsatz beträgt etwa 850 Millionen Franken, davon entfallen 180 Millionen auf die Beherbergung und 670 Millionen auf die Restauration.


Rund 700 Lokale bleiben komplett rauchfrei

Erfahrungen in anderen Kantonen zeigen, dass 10 bis 20% der gastgewerblichen Betriebe als Raucherlokale betrieben werden (siehe Abbildung 3). Für Basel-Stadt gehen wir bei einer Annahme der Initiative von 150 Raucherlokalen und 50 bedienten Fumoirs aus.

Alle Basler Raucherlokale zusammen werden höchstens über 4500 Innenplätze verfügen. Hinzu kommen rund 1500 Plätze in bedienten Fumoirs. Bei einer Annahme der Initiative werden also 90% der Innenplätze rauchfrei bleiben!

Das scheint auf den ersten Blick wenig. Doch bei den Raucherlokalen handelt es sich ausschliesslich um Kleinstlokale, bei den bedienten Fumoirs ausschliesslich um Nebenbereiche, die maximal einen Drittel der Gastfläche ausmachen dürfen.

Ein "Raucherlokal" nach Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen darf höchstens eine Fläche von 80m2 haben. Bei der Flächenberechnung zählen auch der Eingangsbereich, die Toilettenanlagen, ja selbst die Telefonkabine, der Buffetraum und der Korridor zum WC mit.

Es verbleiben nur 50 bis maximal 60m2 für den eigentlichen Gastraum. Je nach Konzept geht man von einem Platzbedarf von 1.2 bis 2.5m2 pro Gast aus. Als Raucherbetriebe kommen also nur Lokale in Frage, die nicht über mehr als 30 bis 40 Plätze verfügen.

In Basel liegen nur gerade 255 von 891 Betrieben in diesem Grössenbereich. Flächenmässig kommen also 28.6% der Betriebe als Raucherlokal in Frage. Alle diese Betriebe zusammen verfügen nur gerade über 8137 von insgesamt 58'921 Innenplätzen. Das sind 13.8% aller Plätze in regelmässig geöffneten Räumen.

Viele Betriebe werden aber rauchfrei bleiben – vor allem aus Marketinggründen. Von den 255 genannten Betrieben zählen 50 zum Bereich Schnellverpflegung und 21 zu den Speiselokalen. Es verbleiben 184 Lokale, die getränkegeprägt sind. Von diesen wird sich wohl eine Mehrheit für die Option "Raucherlokal" entscheiden.


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