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09.11.2010

Traditionelle Saumetzgete als Tourismus-Highlight

"Saint-Martin" lockt viele Besucher in die Ajoie

In der Ajoie im Kanton Jura werden die Messer gewetzt für das St. Martins-Fest vom kommenden Wochenende: Im Mittelpunkt des Volksbrauchs steht das üppige Festmahl mit verschiedenen Gerichten vom Schwein. Rund eine Woche dauert die traditionelle Schwelgerei.

sda. "La Saint-Martin" wird im nördlichsten Jura-Bezirk jeweils an jenem Sonntag gefeiert, der dem Martinstag, dem 11. November, am nächsten liegt. Diese Jahreszeit bedeutete für die Bauern früher das Ende der Feldarbeiten und das Auffüllen der Vorratskammern. Das Fest tröstete sie wohl auch über den jährlichen Zinstag hinweg.

Trotz der Veränderungen des ländlichen Lebens hat das Fest seinen volkstümlichen Charakter bewahrt. Der Schmaus, der oft bis in den Morgen dauert, lockt jedes Jahr Tausende in die Ajoie – darunter zahlreiche Exiljurassier. Viele Hotels sind auch heuer seit Wochen ausgebucht; Zivilschutzanlagen werden für Gruppen bereitgestellt.

Gebrannte Verdauungshilfe

Das Saint-Martin-Menu ist zwar inzwischen auch andernorts zu haben, aber meist in abgespeckten Varianten. Wer sich an das echte Festmahl wagen will, braucht viel Zeit und Appetit: Nach der Suppe zum Auftakt gibt's hausgemachte Sülze, die "Gelée de Ménage" aus ausgekochten Schweinsfüssen und weiteren Schlachtabfällen.

Danach folgen Suppenfleisch mit Kartoffelsalat und Karotten sowie Blutwurst mit Apfelkompott und Randensalat. Dann werden Adrio, eine garnierte Sauerkrautplatte und Schweinebraten mit Nudeln gereicht. Zum Dessert kommt ein Sauerrahmkuchen ("Totché") auf den Tisch, bevor ein Kaffee samt dem Wildpflaumenschnaps "Damassine" das Ganze verdauen helfen soll.

Der Erfolg dieser spätherbstlichen Völlerei wider alle Diäten und Ernährungs-Moden wird dem wachsenden Bedürfnis nach Authentizität und regionaler Identität zugeschrieben. Feste zu Martini wurden indes in ganz Europa mit Umzügen, Spielen, Festessen und anderem mehr gefeiert. Auch der Berner "Zibelemärit" gehört dazu.


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