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Wirteverband Basel-Stadt

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17.08.2011

Kindermilch versus Kuhmilch

Werbung verspricht zu viel

Werbung umgibt uns alle und gehört zum Alltag einer modernen Mediengesellschaft. Das ist eine Tatsache und per se erst einmal wertfrei. Manche Werbung, ob im Fernsehen, Internet, Radio oder in Zeitungen und Zeitschriften, ist sogar recht unterhaltsam und kreativ. Bei emotionalen Produkten und/oder sensibler Zielgruppe schiesst die Kreativität allerdings manchmal über das Ziel hinaus.

Beispiel: Kindermilch. Zielgruppe: junge Eltern. Da liest man bei den Herstellern solcher Milchprodukte unter anderem etwas floskelhaft: "unterstützt die Entwicklung Ihres Kindes optimal". Oder im – auf der Hand liegenden – Vergleich: "Anders als Kuhmilch ist sie ideal auf die Bedürfnisse von Kleinkindern abgestimmt". Oder die Steigerung: "Besser als Kuhmilch – ideal für die Ernährungsbedürfnisse Ihres Kleinkindes geeignet".

Diese Aussagen beziehen sich meist auf die Gehalte von Proteinen, Fett, Vitaminen und Mineralstoffen. So beuge ein – im Vergleich zu Kuhmilch – reduzierter Proteingehalt späterem Übergewicht vor, angereicherte Vitamine und Mineralstoffe trügen zur optimalen geistigen Entwicklung bei.

Nach jüngster Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) bieten Kleinkindermilchgetränke jedoch keinen Vorteil gegenüber fettreduzierter Kuhmilch. "Aus ernährungsphysiologischer Sicht sind diese besonderen Kleinkindermilchgetränke nicht notwendig", sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel.

Vielmehr tragen angereicherte Vitamine und Mineralstoffe in Kleinkindermilch zu einer unkontrollierten Erhöhung der Zufuhr einiger Nährstoffe bei, während andere Vitamine und Mineralstoffe in geringeren Mengen enthalten sind als in Kuhmilch.

Zudem gibt es auch aromatisierte Sorten von Kindermilchprodukten zu kaufen. Kinder gewöhnen sich schnell an solche Geschmacksrichtungen und es wird dadurch schwieriger, sie später an normale Kuhmilch zu gewöhnen. Ein aktueller Marktcheck der Verbraucherzentralen hat ausserdem ergeben, dass Kindermilchprodukte bis zu viermal teurer sind als fettreduzierte Kuhmilch.

Nach den Empfehlungen des Forschungsinstituts für Kinderernährung sind 300 bis 330 ml konventionelle Milch oder Milchprodukte (Joghurt, Dickmilch etc.) pro Tag die optimale Basis für die kindliche Entwicklung. Das bleibt so, ob mit oder ohne Werbung für normale Kuhmilch.

Autor: Harald Seitz / aid


 

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