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06.11.2011

Fassbier ist viel zu teuer!

Langjährige Teuerung mehr als doppelt so hoch wie bei Flaschenbieren

Die Gastronomie-Einkaufspreise von Fassbier sind in den letzten zwei Jahrzehnten überproportional stark gestiegen. Die sogenannten "Vertragsbiere" sind seit 1995 um 37 bis 52 Prozent teurer geworden, während die gleichen Biere in Flaschen "nur" 17 bis 22 Prozent zulegten. Die Konsumentenpreise sind im gleichen Zeitraum lediglich um 13 Prozent gestiegen.

Der Einkaufspreis eines Liters Feldschlösschen Lager ist heute 51.7% höher als noch 1995. Auch Eichhof (+43.8%), Heineken (+37.3%) und Kronenbourg 1664 (+36.6%) sind sehr viel teurer geworden. Im Vergleich zur allgemeinen Teuerung von 13% ist das extrem viel!

Es gibt aber auch Fassbiere, deren Preise sich wesentlich vernünftiger entwickelt haben. Im genannten Zeitraum haben sich beispielsweise Hacker-Pschorr (+4.4%), König Pils (+7.2%)und Stella Artois (+11.6%) weniger verteuert als das allgemeine Preisniveau. Aber auch Guiness (+ 23.5%) und Carlsberg (+23.9%) hielten Mass.

Das günstigste Fassbier auf dem Schweizer Markt, das auf Initiative des Wirteverbands Basel-Stadt seit 2006 importierte Maximilian's aus Bayern, verzeichnet auch die beste Preisentwicklung. Der Einkaufspreis wird per Januar 2012 auf CHF 1.79 pro Liter gesenkt und liegt damit sogar 0.6% unter dem Einführungspreis. Maximilian's ist erhältlich bei Theo Rietschi AG in Arlesheim.

Die starke Teuerung vieler Offenbiere ist umso störender, als die Flaschenbiere der gleichen Hersteller sich weit weniger stark verteuert haben. Eine 50cl-Flasche Feldschlösschen ist heute 21.6% teurer als 1995. Eine 33cl-Flasche Heineken kostet heute 17.1% mehr als vor 17 Jahren. Die Teuerung bei den Fassbieren war also mehr als doppelt so stark!

Wir empfehlen allen Gastwirten dringend, sich nicht längerfristig an eine Biermarke zu binden und die Einkaufspreise Jahr für Jahr auszuhandeln. Längere Verträge würden wir höchstens unterschreiben, wenn darin ausdrücklich festgehalten ist, dass es keine Preisaufschläge gibt.


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