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09.06.2012

Miserable Wintersaison in den Schweizer Alpen

Tourismus braucht bessere Rahmenbedingungen

Der Rückgang der Zahl der Logiernächte in der Schweiz ist ungebrochen. Wie die aktuelle Beherbergungsstatistik des Bundesamtes für Statistik zeigt, verzeichnete die schweizerische Hotellerie im April fünf Prozent weniger Logiernächte als im Vorjahresmonat. Auch die touristische Wintersaison 2011/2012 schneidet schlechter ab als ihre Vorgängerin. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ging die Zahl der Logiernächte um 3.7 Prozent zurück.

Angesichts dieser Zahlen ruft GastroSuisse zum Handeln auf. "Die seit Juli 2011 negative Entwicklung der Logiernächte ist dramatisch und bedroht die Tourismuswirtschaft massiv. Dies hat auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, über 10'000 Arbeitsplätze sind bereits verloren gegangen. Weitere werden folgen, wenn der Trend nicht gestoppt wird", konstatiert Dr. Bernhard Kuster, Direktor GastroSuisse.

"Die Rahmenbedingungen für den Tourismus müssen dringend verbessert werden", fordert er. Dazu gehört, den bis am 31. Dezember 2013 geltenden Mehrwertsteuersatz von 3.8 Prozent für die Beherbergung auch darüber hinaus beizubehalten. Ein mehrwertsteuerlicher Normalsatz von acht Prozent würde die Beherbergungsbetriebe im Wettbewerb mit der internationalen Konkurrenz benachteiligen.

Weiterhin appelliert GastroSuisse an die Politik, die Revision des Mehrwertsteuergesetzes mit erster Priorität zu behandeln. Die rasche Umsetzung eines Zweisatz-Modells, bei dem die Restauration mit einem reduzierten Satz besteuert wird, trägt dazu bei, die Konkurrenzfähigkeit der Branche zu verbessern.

Dies kommt auch der Hotellerie zugute, da sie 50 Prozent des Umsatzes in der Restauration erzielt. Zudem wäre die Diskriminierung der Restauration gegenüber den Takeaway-Betrieben beseitigt, so wie es die Volksinitiative von GastroSuisse "Schluss mit der MwSt-Diskriminierung des Gastgewerbes!" fordert.

Der Verband ruft dazu auf, dem positiven Image der Schweiz auf allen Ebenen Rechnung zu tragen. Nicht nur Landschaft, Kultur und Kulinarik bestimmen das Urlaubserlebnis, sondern auch die Stimmung im Umfeld. Gäste, die sich nicht wohl fühlen, kommen nicht.

Auch gelte es, den Anfängen zu wehren und die an manchen Orten zunehmende Kriminalität einzudämmen, denn sie halte Touristen davon ab, in die Schweiz zu kommen. "Sicherheit ist ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung für eine Reise", so GastroSuisse in einer Mitteilung.

Schwacher April

Im April 2012 verzeichneten die Besucher aus Deutschland einen Übernachtungsrückgang 8.8%, die Gäste aus dem Vereinigten Königreich einen solchen von 9%. Die Quellmärkte Frankreich (minus 6.1%) und Belgien (minus 6.3%) bereiten ebenfalls grosse Sorgen. Die Zuwächse des chinesischen (+14%) und russischen Marktes (+15%) vermögen die riesigen Rückgänge der europäischen Gäste nicht zu kompensieren.

Unter den Tourismusregionen verzeichnete das Wallis im April 2012 mit einem Minus von 41'000 Logiernächten (-14%) den deutlichsten absoluten Rückgang gegenüber April 2011. Es folgen das Tessin mit einer Abnahme von 36'000 Logiernächten (-15%) und das Waadtland mit einem Minus von 17'000 Einheiten (-9.3%). Die Region Luzern verbuchte 13'000 Logiernächte weniger (-5.3%).

Bergregionen und Tessin kamen unter die Räder

Während der touristischen Wintersaison (November 2011 bis April 2012) wurden insgesamt 15.2 Millionen Logiernächte verzeichnet. Dies entspricht einem Rückgang von 3.7 Prozent (-591'000) gegenüber derselben Vorjahresperiode.

Die Übernachtungszahlen der inländischen Gäste lagen bei 7.1 Millionen Einheiten. Dies entspricht einer leichten Zunahme um 0.1 Prozent – wohlverstanden bei einem Bevölkerungswachstum von über einem Prozent. Die ausländische Nachfrage registrierte 8.2 Millionen Logiernächte und damit einen Rückgang von 6.9 Prozent.

Europa (ohne Schweiz) ist der einzige Kontinent mit einem Rückgang (minus 11%) im Vergleich zur selben Vorjahresperiode. Deutschland verbuchte ein Minus von 16%, das Vereinigte Königreich eine Abnahme von 10%, die Niederlande 19%, Belgien 12%, Italien 7.7% und Frankreich 3.9%. Demgegenüber verzeichnete Russland ein Plus von 7%. Der amerikanische Kontinent war stabil. Die Nachfrage aus Asien erhöhte sich um 14%. China legte 37% zu, die Golfstaaten um 16%, die Republik Korea um 21% und Japan um 4.4%.

Für die touristische Wintersaison wiesen neun der 13 Tourismusregionen einen Rückgang auf. Die Bergregionen verzeichneten die stärksten absoluten Abnahmen. Graubünden verzeichnete mit einem Minus von 258'000 Logiernächten (-8.6%) den deutlichsten absoluten Rückgang gegenüber der vorangehenden Wintersaison. Das Wallis registrierte eine Abnahme um 152'000 Logiernächte (-6.8%) und das Berner Oberland ein Minus von 92'000 Einheiten (-6.2%).

Das Tessin verbuchte 39'000 Logiernächte weniger (-6%) und die Region Luzern einen Rückgang von 33'000 Einheiten (-2.7%). Demgegenüber verzeichnete die Region Basel mit einem Plus von 21'000 Einheiten (+3.1%) das deutlichste absolute Wachstum. Es folgen die Region Jura / Drei-Seen-Land mit einer Zunahme von 20'000 Logiernächten (+7.2%) und die Region Fribourg mit einem Wachstum von 17'000 Einheiten (+11%).


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