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Wirteverband Basel-Stadt

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02.10.2012

Ernährung nach Ayurveda

Bunt und stark gewürzt

Sind Sie Vata, Pitta oder Kapha? Das ist die Frage, wenn es um die richtige Ernährung im Ayurveda geht. Ayurveda steht für die traditionelle indische Medizin, nach der bis heute etwa 80 Prozent der indischen Bevölkerung behandelt werden. Der Begriff beruht auf "Ayus" und "Veda", was mit "Wissenschaft vom (gesunden) Leben" übersetzt werden kann.

Die ayurvedische Lehre geht davon aus, dass fünf Elemente alle Lebensvorgänge auf der Erde steuern: Raum, Luft, Feuer, Wasser und Erde. Jeder Mensch weist eine individuelle Ausstattung mit den fünf Elementen auf. Sie bestimmen seine Charaktereigenschaften und sein Erscheinungsbild, wobei sich grob drei Typen -– auch Doshas - genannt – unterscheiden lassen: Vata, Pitta und Kapha.

Das Ziel der Ernährung besteht darin, die Doshas durch eine entsprechende Lebensmittelauswahl in ein Gleichgewicht zu bringen, indem die schwächeren Doshas gestärkt werden. Insgesamt ist die Ernährung im Ayurveda pflanzlich betont.

Der Speiseplan setzt sich aus Gemüse, Hülsenfrüchten, Obst, Vollkorngetreide, Milchprodukten und Nüssen zusammen und wird mit vielen Gewürzen schmackhaft zubereitet. Fleisch, Fisch, Eier und Käse spielen eine untergeordnete Rolle. Die Lebensmittel sollten frisch zubereitet werden, von Konserven und Tiefkühlkost wird abgeraten.

Im Ayurveda wird viel Wert auf regelmässige Mahlzeiten und bewusstes Essen gelegt. Die Mahlzeiten sollen in einer ruhigen Atmosphäre und ohne Ablenkungen eingenommen werden. Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist der abwechslungsreiche Speiseplan und die reichliche Verwendung von Hülsenfrüchten und Gewürzen positiv.

Die ayurvedische Ernährung ist als Dauerkost geeignet, wenn neben gegartem Gemüse und Obst auch unerhitzte Früchte und Salate sowie ausreichend Milchprodukte einbezogen werden. Die starke Orientierung an den Dosha-Typen ist mit westlichen Massstäben nicht zu begründen.

Autorin: Dr. Maike Groeneveld / aid


 

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