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Wirteverband Basel-Stadt

Wirteverband Basel-Stadt


06.11.2012

Weshalb der Wirteverband Coca-Cola importiert

Der offizielle Verkaufskanal schöpft Kartellrenten ab

Wir wehren uns gegen die unfaire Preispolitik der multinationalen Getränkekonzerne. Unsere Proteste untermauern wir durch Parallelimporte. Das ist nicht einfach, da wir über keine eigene Infrastruktur verfügen. Weil die etablierten Grosshändler trotz riesiger Preisunterschiede zwischen der Schweiz und der EU noch zu wenig parallel importieren, springen wir in die Lücke. Es ist aber nicht unser Ziel, dauerhaft Getränkehändler zu sein.

Über die Zurückhaltung der Grossisten können wir nur mutmassen. Zum einen sind es wohl Abhängigkeiten und ausgeklügelte Lieferverträge, die Schweizer Handelsfirmen davon abhalten, direkt im Ausland zu beziehen. Zum anderen gibt es möglicherweise Grosshändler, die gewisse Produkte beinahe zu EU-Bedingungen einkaufen, ihre Schweizer Kunden aber nicht davon profitieren lassen.

Neben dem Fassbier macht uns vor allem der Einkaufspreis von Coca-Cola Sorgen. Besonders die typischen Gastronomiegebinde sind viel teurer als in der EU. Kleine und mittlere Schweizer Wirte bezahlen fast doppelt und teilweise sogar mehr als doppelt so viel wie ihre Berufskollegen in Deutschland. Das ist ein Problem, weil unsere Gäste zunehmend ins Badische abwandern und wir uns in einem direkten Wettbewerb mit den dortigen Gastronomen befinden.

Was Coca-Cola von den meisten anderen Getränken unterscheidet, ist die Tatsache, dass es für konventionelle Gastronomen keine vollwertigen Ausweichmöglichkeiten gibt, weshalb ihre Verhandlungsmacht gering ist. Zwar gibt es Produkte wie Sinalco-Cola oder Pepsi, die in einigen Betrieben als Alternative dienen, doch die Schweizer Konsumenten wünschen eben mehrheitlich Coca-Cola.

Es ist in Ordnung, dass eine starke Marke teurer verkauft wird als weniger beliebte Konkurrenzprodukte, aber diesbezügliche Preisdifferenzen bestehen wohl bereits auf dem deutschen Markt. Es ist sicher auch legitim, dass Coca-Cola wegen der hohen Kosten in der Schweiz etwas teurer ist als im benachbarten Ausland. Die Unterschiede sind allerdings so gross, dass man sie nicht mehr alleine mit der Kostensituation in der Schweiz begründen kann.

Seit einem guten Jahr lassen wir von unserer Partnerfirma Ausländische Biere AG verschiedene Mehrwegprodukte parallel importieren und in der Nordwestschweiz an mittlerweile 200 Restaurants verteilen. So ist es möglich, die 33cl-Mehrwegflaschen von Coca-Cola für 79 Rappen und damit wesentlich günstiger in den Keller zu liefern. Für das Leergut konnten wir einen eigenen Kreislauf etablieren.

Mit anderen Worten: Unsere Einkaufsorganisation ist effizienter als die von Coca-Cola lizenzierten Abfüllbetriebe in der Schweiz. Das beweist, dass der autorisierte Kanal massiv "Kartellrenten" abschöpft. Könnten wir direkt bei Coca-Cola in Deutschland und nicht nur über Zwischenhändler einkaufen, könnten wir wohl für rund 70 Rappen liefern, also 38 Prozent unter dem schweizerischen Listenpreis. Das würde wiederum den Druck auf die Coca-Cola HBC (Schweiz) AG verstärken, ihre künstlich hochgehaltenen Preise zu senken.

Effizienter als der von Coca-Cola lizenzierte Kanal: Vom Wirteverband importierte Markengetränke.


 

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