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22.02.2013

Der Schweizer Spirituosenmarkt ist stabil

Anteil der Importware liegt bei 82 Prozent

Der Schweizer Spirituosenmarkt ist, wie die Zahlen 2012 bestätigen, seit über zehn Jahren stabil. Die Entwicklung der Inlandproduktion folgt den Obsternten, die einmal besser, einmal schlechter ausfallen.

2011/2012 betrug die einheimische Produktion 19'889 Hektoliter reinen Alkohol. Die Importe blieben mit 88'664 Hektoliter reinem Alkohol auf konstant hohem Niveau. Sie erreichten 2012 einen Marktanteil von 82 Prozent, gegenüber der einheimischen Produktion mit 18 Prozent.

Die einheimische Spirituosenproduktion schwankte in den letzten zehn Jahren je nach Qualität und Quantität der Obsternte um einen Mittelwert von 17'810 Hektoliter reinen Alkohol (100 Volumenprozente). 2011/2012 lag somit 12 Prozent über dem Zehnjahresdurchschnitt und war ein gutes Brennjahr. Dazu haben vor allem die ausge¬zeichneten Kirschen- und Zwetschgenernten im Jahr 2011 beigetragen.

Die Spirituosenimporte blieben 2012 mit 88'664 Hektoliter reinem Alkohol gegenüber 87'662 Hektoliter 2011 auf konstant hohem Niveau. Am meisten importiert wurde wiederum Whisky. Er machte mit 18'938 Hektoliter reinem Alkohol 21 Prozent der Spirituosenimporte 2012 aus, gefolgt von Wodka (15'695 Hektoliter reiner Alkohol, 18% der Importe) und der Kategorie "Liköre, Bitter und andere Aperitifs" (14'900 Hektoliter reiner Alkohol, 17% der Importe).

Exporte legen zu

Die Spirituosenexporte konnten etwas zulegen. 2012 wurden 3103 Hektoliter reiner Alkohol ausgeführt, das sind 11 Prozent mehr als 2011 (2799 Hektoliter). Diese erfreuliche Entwicklung ist vor allem dem Export von Absinth (+103% mit 209 Hektoliter reinem Alkohol) und anderen Produkten auf der Basis von Trinksprit wie Liköre und Bitter (+23% mit 1631 Hektoliter reinem Alkohol) zu verdanken. Damit übertreffen die Exporte 2012 den Durchschnitt der letzten zehn Jahre (2933 Hektoliter reiner Alkohol), mengenmässig liegen sie aber weit hinter den Importen zurück.

Der Spirituosenkonsum entwickelt sich in der Schweiz seit mehr als 10 Jahren parallel zum Bevölkerungswachstum und liegt relativ konstant bei 1.6 Liter reinem Alkohol pro Kopf und Jahr.

Durch die Zunahme bei der Inlandproduktion und das konstant hohe Niveau der Importe sind auch die Einnahmen aus der Spirituosensteuer leicht gestiegen. 2012 hat die Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) in enger Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) 294.9 Millionen Franken (gegenüber 291.2 Millionen im Vorjahr) eingenommen.


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