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08.10.2013

Tanja Grandits aus Basel ist "Koch des Jahres 2014"

Erstmals eine Frau alleine an der Spitze

Erstmals steht eine Frau alleine an der Spitze der Restaurantbewertung durch Gault-Millau Schweiz. Zum "Koch des Jahres 2014" wurde die 43-jährige Tanja Grandits ernannt, die im "Stucki" in Basel die Kochkellen schwingt.

sda. Die Kreationen von Grandits "haben eine eigene, unverwechselbare und unkopierbare Handschrift", heisst es in einer Mitteilung von Gault-Millau. Ihre Küche wird neu mit 18 Punkten bewertet. Vor zwanzig Jahren war Irma Dütsch mit zwei weiteren Spitzenköchen als "Köchin des Jahres" geehrt worden. Grandits steht nun aber alleine im Scheinwerferlicht.

Selber bezeichnet sie ihre Kochkunst als "Aromaküche", in der aus Gegensätzen eine Harmonie komponiert wird. Auf der Speisekarte des "Stucki" stehen etwa: Lachs-Zimtblüten-Sashimi, Rüebli-Hummus und Ringelblume oder ein Entrecôte mit Nelken-Pfeffer, rotem Zwiebelkuchen und Cassis-Gel.

Status quo an der Spitze

In der Topliga des Gault-Millau-Ratings hat sich nichts verändert. Sechs Küchenchefs erarbeiteten sich erneut die Höchstnote 19: Benoît Violier (Crissier VD), Andreas Caminada (Fürstenau GR), Philippe Chevrier (Satigny GE), André Jaeger (Schaffhausen), Didier de Courten (Sierre) und Bernard Ravet (Vufflens-le-Château VD).

Ein besonderes Lob spricht Gault-Millau Violier aus, dem "Koch des Jahres 2013": Dieser verwalte das schwere Erbe seiner berühmten Vorgänger Frédy Girardet und Philippe Rochat respektvoll und souverän, habe aber dem berühmten Restaurant längst seinen eigenen Stempel aufgesetzt.

Tanja Grandits ist nicht der einzige Neuzugang in der Liga der 18-Punkte-Chefs. In der Gunst der Testesser gestiegen ist auch Othmar Schlegel im "Castello del Sole" in Ascona; er ist gleichzeitig Aufsteiger des Jahres im Tessin. Aufsteiger des Jahres in der Westschweiz ist Pierre-André Ayer vom "Le Pérolles", dessen Küche neu ebenfalls mit 18 Punkten bewertet wird.

Weitere Aufsteiger

"Aufsteiger des Jahres in der Deutschschweiz" ist Christian Kuchler vom Gasthof Hirschen in Eglisau. Der 28-Jährige, der mit 17 Punkten bewertet wurde, führt laut Gault-Millau die Kategorie der "jungen Wilden" an. Sechs weitere Restaurants wurden neu ebenfalls mit 17 Punkten bewertet.

Es sind Rolf Fliegauf (Ecco im Hotel Giardino, Ascona), Tony Schmidig (Rigiblick, Lauerz SZ), Matthias Schmidberger (Cà d'Oro im "Kempinski", St. Moritz), Antonio Colaianni (Mesa, Zürich), Samuel Destaing (Hôtel des Alpes, Orsières VS) und Damien Germanier (Restaurant Damien Germanier, Sion).

Insgesamt wurden 96 Küchen besser bewertet als im Jahr zuvor, 43 haben Punkte verloren. Für die Ausgabe 2014 des Gault-Millau haben die Tester rund 1000 Restaurantbesuche absolviert. Insgesamt sind im Führer 856 Restaurants aufgeführt.

Betriebe in der Region Basel

18 Punkte
Cheval Blanc, Les Trois Rois
Stucki
Les Quatres Saisons (nicht bewertet, wegen Umbau geschlossen)

17 Punkte
Zur Säge, Flüh

16 Punkte
Basler Stübli im Hotel Bad Schauenburg
Bel Etage im Hotel Teufelhof
Martin, Flüh
Oliv

15 Punkte
Matisse
Osteria Tre, Bad Bubendorf
Schloss Bottmingen

14 Punkte
Ackermannshof
Brasserie Les Trois Rois
Le Français im Landgasthof Riehen
Le Murenberg, Bubendorf
Schloss Binningen

13 Punkte
Chez Donati
Gundeldingerhof
Krone, Binningen
Krafft
Neubad
Schifferhaus

12 Punkte
5 Signori

Tanja Grandits. Bild: stuckibasel.ch


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