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Wirteverband Basel-Stadt

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01.11.2013

New York hebt Mindestalter für Tabakkauf auf 21 an

18-Jährige gehen ins Militär, dürfen aber keine Zigaretten kaufen

Als erste US-Grossstadt hat New York das Mindestalter für den Kauf von Zigaretten und anderer Tabakwaren auf 21 Jahre heraufgesetzt. Der Stadtrat entschied mit 35 gegen zehn Stimmen, die bisherige Altersgrenze von 18 Jahren um drei Jahre heraufzusetzen. Die Massnahme solle Jugendliche vom Rauchen abhalten und werde "Leben retten", erklärte die Stadtratsvorsitzende Christine Quinn.

sda afp. Der New Yorker Gesundheitsbeauftragte Thomas Farley erklärte, mehr als 80 Prozent der erwachsenen Tabakkonsumenten in der Stadt hätten mit dem Rauchen angefangen, als sie jünger waren als 21. Die neue Regelung, die auch für E-Zigaretten gilt, schütze die Jugendlichen und werde wahrscheinlich viele davon abhalten, überhaupt mit dem gesundheitsschädigenden Rauchen anzufangen.

Konkret geht die Stadtverwaltung davon aus, dass das höhere Mindestalter den Tabakkonsum bei den 18- bis 20-Jährigen um 55 Prozent senkt.

Ursprünglich war auch geplant, es New Yorker Händlern zu verbieten, Zigarettenpackungen in ihren Auslagen zu zeigen. Die Rauchwaren sollten vielmehr unter den Ladentisch oder hinter einen Vorhang verbannt werden. Das Vorhaben scheiterte aber angesichts von Protesten von Rauchern und der Tabakindustrie.


Weitreichendes Rauchverbot

Die Millionenmetropole New York hat den Tabakkonsum in den vergangenen Jahren strikt reglementiert. Bereits seit 2003 ist das Rauchen in Bars und Restaurants verboten, auch in Parks und an den Stränden der Stadt ist der Glimmstängel tabu.

Ausserdem gilt in New York die höchste Tabaksteuer in den USA. Angesichts von 5.85 Dollar Steuern pro Zigarettenschachtel kostet diese in New York derzeit um die zwölf Dollar.

Der Anteil der Raucher bei New Yorker Erwachsenen fiel von 21.5 Prozent im Jahr 2002 auf 14.8 Prozent 2011. Der Anteil der Raucher unter Jugendlichen liegt seit 2007 aber unverändert bei 8.5 Prozent.

Damit das höhere Mindestalter für den Zigarettenkauf in Kraft tritt, muss der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg die Regelung innerhalb von 30 Tagen unterzeichnen. Bloomberg, der vor zehn Jahren bereits das Rauchverbot in Bars und Restaurants durchgesetzt hatte, begrüsste den Stadtratsbeschluss.

"Die Abhängigkeit von Tabak kann sehr schnell eintreten, wenn ein junger Mensch zum ersten Mal raucht", erklärte der Bürgermeister. Deshalb sei es "entscheidend", Jugendlichen den Einstieg zu erschweren und damit "einer neuen Generation zu helfen, Gesundheitsprobleme und eine kürzere Lebenserwartung zu vermeiden, die vom Rauchen kommen".

Viele New Yorker sind allerdings der Ansicht, dass sich Bürgermeister und Stadtparlament in zu viele Belange der Bürger einmischen. Auch die jetzt verabschiedete Regelung stösst bei ihnen auf Widerstand. Dass 18-Jährige wählen und zum Militär gehen, aber keine Zigaretten erwerben dürfen, finden sie widersinnig.


Verbot riesiger Softdrink-Becher gekippt

Bloomberg hatte im vergangenen Jahr auch mit einem Verbot riesiger Softdrink-Becher für Verärgerung gesorgt. Ein Gericht kippte die Regelung im März.

Nachdem die New Yorker Stadtverwaltung mit einem ersten Widerspruch scheiterte, ging sie erneut in Berufung. Das endgültige Urteil steht noch aus. Ende des Jahres scheidet Bloomberg nach zwölf Jahren aus dem Amt.


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