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23.02.2015

Schweizer Hotellerie beendet 2014 mit leichtem Plus

Ein Krisenende sieht anders aus

Gemäss den definitiven Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik registrierte die Hotellerie in der Schweiz im Jahr 2014 insgesamt 35.9 Millionen Logiernächte. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme um 0.9 Prozent (+310'000 Logiernächte). Wichtige europäische Herkunftsmärkte wie Deutschland und die Niederlande waren nach wie vor rückläufig. Besonders unter die Räder kamen das Tessin und Graubünden.

Die Nachfrage der einheimischen Gäste in der Schweizer Hotellerie erreichte erstmals seit Anfang der 1990er-Jahre die Schwelle von 16 Millionen Logiernächten (+137'000 Einheiten / +0.9%). Die Besucher aus dem Ausland verzeichneten 19.9 Millionen Logiernächte und damit ebenfalls eine Zunahme um 0.9 Prozent (+173'000 Einheiten).

Im Jahr 2014 nahmen die Logiernächte in neun von zwölf Monaten zu. Im ersten Halbjahr belief sich die Zahl auf 17.1 Millionen und blieb damit im Vergleich zur selben Vorjahresperiode stabil (+1800 Einheiten). Mit Ausnahme der Monate Februar (-119'000 Einheiten / -3.9%) und Juni (-76'000 / -2.3%) wurde in allen Monaten des ersten Halbjahres ein Plus registriert.

Im zweiten Halbjahr legte die Logiernächtezahl zu (+308'000 Einheiten / +1.7%). Abgesehen vom Monat Juli stieg die Zahl in allen Monaten an. Im Oktober (+149'000 Logiernächte / +5.7%) und im Dezember (+111'000 / +4.5%) wurden die stärksten Zunahmen verzeichnet. Trotz der ungünstigen Wetterverhältnisse verbuchte auch der August ein positives Ergebnis (+94'000 Logiernächte / +2.3%).

Starkes Plus bei den asiatischen Gästen

Bei den ausländischen Gästen legte die Nachfrage aus dem asiatischen Kontinent gegenüber dem Vorjahr stark zu, und zwar um 361'000 Logiernächte (+9.9%). Dieses Ergebnis stellt für die Besucher aus Asien einen neuen Rekordwert dar. Die Golfstaaten verbuchten 148'000 zusätzliche Logiernächte (+23,7%) und wiesen damit das stärkste absolute Wachstum aller Herkunftsländer auf.

Auch China (ohne Hongkong) verzeichnete einen Anstieg um 140'000 Logiernächte (+15.6%) und überschritt damit erstmals die Schwelle von einer Million Logiernächten. Es folgt die Republik Korea mit einer Zunahme von 75'000 Logiernächten (+40%). Demgegenüber verbuchte Japan einen Rückgang um 52'000 Einheiten (-10.5%).

Die Nachfrage aus dem amerikanischen Kontinent erhöhte sich um 72'000 Logiernächte (+3.2%). Bei den Ländern dieses Kontinents verbuchten die Vereinigten Staaten 59'000 zusätzliche Logiernächte (+3.7%).

Nach einem Wiederanstieg der Logiernächte im Jahr 2013 wurde bei den Gästen aus dem europäischen Kontinent (ohne Schweiz) im Jahr 2014 erneut eine Abnahme verzeichnet (-254'000 Einheiten / -1.9%).

Deutschland generierte den stärksten absoluten Rückgang aller Herkunftsländer (-179'000 Logiernächte / -3.9%). In den letzten sechs Jahren war die Nachfrage der deutschen Gäste stets rückläufig. Zwischen 2008 und 2014 ist die gesamte Zahl von 6.3 auf 4.4 Millionen Einheiten gesunken (-30.4%).

Im Jahr 2014 ging die Nachfrage von Besuchern aus Russland erstmals seit 2009 wieder zurück (-46'000 Einheiten / -7.9%). Dieser Rückgang lässt sich teilweise mit der Entwertung des Rubels gegenüber dem Schweizer Franken erklären.

Es folgen die Niederlande (-28'000 Logiernächte / -4%), Belgien (-18'000 / -2.8%) und Frankreich (-12'000 / -0.9%). Zugelegt haben hingegen Italien (+33'000 Logiernächte / +3.4%) und das Vereinigte Königreich (+27'000 / +1.7%).

Der afrikanische Kontinent verzeichnete 12'000 Logiernächte weniger (-4.2%), während Ozeanien um 6300 Einheiten zulegte (+2.1%).

Wachstum in den meisten Tourismusregionen

Acht der dreizehn Tourismusregionen wiesen 2014 gegenüber 2013 eine Zunahme auf. Das grösste absolute Wachstum ging auf das Konto der Region Zürich mit 130'000 zusätzlichen Logiernächten (+2.4%). Es folgen die Regionen Luzern und Basel mit einem Plus von 119'000 (+3.5%) bzw. 78'000 Logiernächten (+5.2%).

Genf verbuchte 56'000 zusätzliche Logiernächte (+1.9%). Das Wallis blieb stabil (-370 Einheiten). Demgegenüber musste Graubünden mit einem Minus von 109'000 Logiernächten (-2.1%) den deutlichsten absoluten Rückgang hinnehmen. Es folgt das Tessin mit einem Rückgang von 92'000 Logiernächten (-3.8%).

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag 2014 wie bereits im Jahr 2013 bei 2.1 Logiernächten. Bei den inländischen Gästen betrug sie unverändert 2.0 Nächte, bei den ausländischen 2.2 Einheiten. Unter den Tourismusregionen erreichte Graubünden mit 2.9 Nächten den höchsten Wert, während die Region Fribourg mit 1.6 Nächten die kürzesten Aufenthalte verzeichnete.

Die Nettozimmerauslastung belief sich im Jahr 2014 auf 52 Prozent (51.6% im Vorjahr). Unter den Tourismusregionen wies Genf mit 65.1 Prozent die stärkste Auslastung auf. Es folgt die Region Zürich mit einer Auslastung von 62.7 Prozent. Die geringste Auslastung verbuchte die Ostschweiz mit 38.9 Prozent.


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