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Wirteverband Basel-Stadt

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26.02.2017

«Delivery ist einer der stärksten Trends»

Interview mit Philipp Leuker von Vapiano

Das Pasta- und Pizzakonzept Vapiano, in Basel mit zwei Restaurants vertreten, setzt auf eigene Lieferfahrzeuge. Area Manager Philipp Leuker erklärt, wieso man sich bewusst gegen eine Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern entschieden hat.

Wieso bietet Vapiano Hauslieferungen an?

Philipp Leuker: Home-Delivery ist einer der stärksten Trends in unserer Branche. Hatte man früher keine Lust aufs Kochen, ging man ins Restaurant, um sich ein Take-Away-Gericht zu holen. Heute wird immer mehr beim Lieferdienst bestellt. Dazu muss man nicht einmal mehr zum Telefonhörer greifen, sondern kann bequem über das Internet bestellen; dies geht meist sogar schneller. Wir haben uns entschieden, diesen immer bedeutenderen Vertriebskanal systematisch zu nutzen.

Welches sind Ihre bisherigen Erfahrungen?

In Basel bieten wir Home-Delivery seit einem guten Jahr an. Dadurch konnten wir ein Umsatzwachstum von 25 Prozent erzielen, Tendenz steigend. Unter der Woche haben wir 40 bis 70 Bestellungen pro Tag. Am Wochenende sind es manchmal über 100 Bestellungen täglich. Der Sonntag ist klar der stärkste Tag. Generell kann man sagen: Je schlechter das Wetter, desto höher der Lieferumsatz. Zudem sind Fussballübertragungen im Fernsehen gut für uns.

Wie hoch ist der durchschnittliche Wert einer Bestellung?

Am Mittag nicht ganz 30 Franken, am Abend rund 60 Franken. Über alles gesehen, beträgt der Wert 48 Franken – pro Bestellung, nicht pro Gast.

Sie haben einen eigenen Lieferdienst aufgezogen und verzichten auf die Zusammenarbeit mit den stark wachsenden Vermittlungsportalen. Warum?

Vapiano Schweiz hat sich bewusst gegen die Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister entschieden. Bei solchen Anbietern muss man relativ hohe Gebühren abgeben. Dies ersparen wir uns durch die eigene Flotte, die eigenen Fahrer und die eigens erstellte Software, sodass wir den Lieferdienst ohne Liefergebühr anbieten können.

Da unsere Restaurants für frische, hochwertige Produkte sowie für junge aufgestellte Mitarbeiter/innen und ansprechendes Design stehen, möchten wir dies auch im Lieferservice präsentieren. Das können wir jedoch nur gewährleisten, indem wir mit eigenen Fahrzeugen und Leuten arbeiten. Wir heben uns einerseits durch professionell auftretende Fahrer von der Konkurrenz ab, andererseits durch unsere gebrandeten Autos mit integriertem Heissluftofen.

Die Wagen fallen auf…

Die Werbung durch die Fahrzeuge, die regelmässig in der Stadt unterwegs sind, ist tatsächlich ein willkommener Nebeneffekt.

Welches sind Ihre Bestseller?

Durch unsere täglich frisch produzierte Pasta decken wir ein Marktsegment ab, das die meisten italienischen Lieferdienste nicht anbieten können. Zwei Drittel unseres Food-Umsatzes im Lieferkanal entfallen auf Pasta, Risotto und Salat. Lediglich einen Drittel erzielen wir durch Pizza.

Ihr Liefergeschäft hat ein stattliches Volumen erreicht. Leidet darunter nicht der Service im Restaurant?

Nein, und das ist uns auch sehr wichtig. Wir beliefern alle Kunden vom Vapiano am Claraplatz. Dort haben wir die nötige Infrastruktur: Eine Lieferservice-Station für die Koordination, eine eigene Pasta-Kochstation für den Lieferdienst sowie Parkplätze mit Steckdosen für die Heissluftöfen der Autos.

Philipp Leuker ist als Area Manager verantwortlich für drei Vapiano-Filialen in Basel und Bern. Bild zV


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