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Wirteverband Basel-Stadt

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24.04.2017

Terrorangst beeinflusst das Reiseverhalten

Trend zu Destinationen in der Schweiz

Mit dem «Reisebarometer» realisierte der TCS zum ersten Mal in seiner 120-jährigen Geschichte eine repräsentative Studie zum Reiseverhalten der Schweizer Bevölkerung. Nebst Erkenntnissen zu den Trenddestinationen und dem typischen Reiseverhalten, zeigt die von gfs.bern durchgeführte Studie auf, welche Sorgen, Ängste und Befürchtungen bei den Schweizerinnen und Schweizern im Zusammenhang mit dem Thema Reisen bestehen.

Bei den Reisedestinationen zeigt sich ein starker Trend zu Ferienorten in der Schweiz oder dem naheliegenden Ausland, was sich unter dem Motto «Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so naheliegt?» zusammenfassen lässt.

Die wesentlichen Resultate der Studie: Terrorangst bestimmt das Reiseziel. Die Schweiz als Reiseland ist wieder attraktiver. Europa liegt den Schweizern nahe. Einen Röstigraben gibt es auch beim Reiseverhalten. Und es gibt drei Schweizer Reisetypen: Entdecker, Bewahrer und Nichtreisende

Die Angst vor Terrorismus und die fehlende Sicherheit prägen das Reiseverhalten am stärksten. 60% der Befragten gaben an, dass die Terrorgefährdung ein sehr wichtiges Kriterium bei den Reiseüberlegungen ist, gefolgt von Überlegungen zur Gastfreundschaft der Bewohner (46%). Deutlich weniger wichtig sind Risiken wegen Naturgewalten (27%) oder Sprachprobleme (15%)

Bei der Beurteilung der Attraktivität von 14 typischen Reisedestinationen anhand einer Skala von 0 (sehr schlecht) bis 10 (top), zeigte sich, dass sich mit dem Tessin (7.2), Graubünden (6.9) und dem Wallis (6.7) gleich drei Schweizer Destinationen unter den vier am besten bewerteten befinden. Eine ähnlich gute Bewertung erreichte nur noch Italien (7.0). Am schlechtesten bewertet wurden die Türkei (3.1), die Arabischen Emirate (3.4) und Ägypten (3.6).

Die kulturelle Nähe ist den Schweizern wichtig. Darum folgen als zweitattraktivste Reisedestination ihre Nachbarländer Deutschland, Österreich und Frankreich, sowie Spanien und Portugal. Kein Land ausserhalb Europas erreicht diesen Status.

Interessant ist, dass die nahen und bekannten Ziele in und um die Schweiz für die Jüngsten kaum weniger attraktiv sind, als für die über 66-Jährigen. Zudem werden auch Ägypten, die Arabischen Emirate und die Türkei von den «abenteuerlustigeren» Jungen sichtlich weniger attraktiv bewertet als alle anderen Reiseziele.

Die Deutschschweizer reisen anders als die Romands und Tessiner. Ferien im Ausland und am Meer werden in der lateinischen Schweiz attraktiver bewertet als in der Deutschschweiz. Zudem zieht es die Tessiner überdurchschnittlich gerne in exotische Länder, wogegen die Deutschschweizer am liebsten die Schweiz und Europa bereisen. Die Studie zeigt auch: Romands sind generell reise- und entdeckungsfreudiger als Deutschschweizer.

Die Schweizer lassen sich bezüglich Reiseverhalten in drei Typen gliedern. Die grösste Gruppe bilden die Bewahrer (42%). Sie machen gerne Ferien in der Schweiz oder kehren immer wieder an ihnen bekannte Ferienorte zurück. Die mittlere Gruppe sind die Entdecker (36%). Sie lieben alles Abenteuerliche und finden nichts so attraktiv wie eine Reise nach Australien oder Neuseeland. Die kleinste Gruppe bilden die Nichtreisenden (22%). Ihre Devise lautet: Je näher desto besser.

Das Tessin ist bei Herrn und Frau Schweizer hoch im Kurs. Bild: swiss-image.ch / Jan Geerk


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