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29.09.2017

Städtetourismus: Schweiz verliert weiter Marktanteile

Ausländische Destinationen wachsen wesentlich stärker

Die abrupte Frankenaufwertung im Januar 2015 macht sich auch noch im aktuellen «BAK Topindex»-Ranking für 2016 bemerkbar: Schweizer Städte fallen weiter zurück.

Genf ist im aktuellen BAK-Ranking die erfolgreichste der betrachteten Schweizer Städtedestinationen. Zwar haben sich die Übernachtungszahlen deutlich unterdurchschnittlich entwickelt, dank einer hervorragenden Ertragskraft platziert sich Genf jedoch immerhin auf dem neunten von 15 Rängen in der internationalen Vergleichsgruppe. Zürich belegt als zweitbeste Schweizer Städtedestination den zwölften Rang.

Hauptgrund des schlechten Abschneidens ist die deutlich unterdurchschnittliche Entwicklung der Nachfrage: Während die touristische Nachfrage in den Schweizer Städten im Schnitt nur leicht zugenommen hat (+1.3%), ist sie international stark expandiert (+4.3%). Auch wenn dadurch im internationalen Vergleich Marktanteile verloren gingen, konnte der Städtetourismus im Jahr 2016 immerhin noch wachsen. So reagierte er eindeutig weniger sensibel auf den Frankenschock als der alpine Ferientourismus (minus 2.3%).

Hauptträger des Wachstums in den Städten sind die Schweizerinnen und Schweizer, deren Übernachtungszahlen stärker angestiegen sind (+1.8%) als die der ausländischen Gäste (+1%). Ein dynamisches erstes Halbjahr 2017, in dem die Nachfrage in allen fünf betrachteten Schweizer Städten merklich zugenommen hat, lässt zudem verhalten optimistisch auf das laufende Jahr blicken.

Die Schweizer Städte haben im internationalen Wettbewerb des Städtetourismus zwar durch den Frankenschock an Boden verloren: «Ihre grundsätzliche strukturelle Wettbewerbsfähigkeit und die vom Index aufgezeigte hohe touristische Attraktivität lassen für die Zukunft solide Wachstumsaussichten erwarten», meint Benjamin Studer, Projektleiter Tourismus bei BAK Economics.


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