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Wirteverband Basel-Stadt

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11.04.2018

Von Suppen bis Risotto

Graupen erleben ein Comeback

Ältere Erwachsene kennen sie noch als Arme-Leute-Essen oder als sättigende Speise während des Krieges. Deshalb waren sie lange Zeit verpönt, doch allmählich kommen sie wieder in Mode: die Graupen. Viele Verbraucher fragen sich aber: Was sind Graupen eigentlich und wofür verwendet man sie?

Graupen zählen zu den Getreideerzeugnissen. Sie werden in der Regel aus Gerste, manchmal auch aus Weizen hergestellt. Dafür werden die Gerstenkörner in speziellen Mühlen zunächst enthülst, dann geschält, geschliffen und poliert.

Verwendet man ganze Körner, spricht man von sogenannter Rollgerste. Werden sie erst zerkleinert und dann entsprechend verarbeitet, handelt es sich um Perlgraupen. Sie haben – wie der Name vermuten lässt – die typische kugelige Form.

Durch das Schälen und Schleifen gehen dem Gerstenkorn allerdings die wertvollen Randschichten und der Keimling verloren. Gerade sie sind reich an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen. Deshalb handelt es sich bei Graupen zwar nicht um ein Vollkornprodukt, sie enthalten aber nennenswerte Mengen an Eisen, Mangan und Zink. Des Weiteren sind sie gut bekömmlich und bereichern den Speisplan.

Die meisten Menschen denken bei diesem Lebensmittel an eine Graupensuppe. Die kleinen Gerstenkugeln können aber noch viel mehr: Wie wäre es mal mit einem leckeren Risotto? Dafür verwendet man Graupen statt Reis. Aber auch für Pfannengerichte, Gemüsefüllungen und Salate kann man sie verwenden. Selbst süsse Desserts – ähnlich wie Milchreis mit frischen Früchten oder Kompott – lassen sich damit zubereiten.

Wie auch immer – sie brauchen genauso wie Reis Flüssigkeit, damit sie garen können. Für eine Tasse Perlgraupen sind es je nach Rezept gut drei Tassen Wasser, Brühe oder auch Milch. Die Garzeit beträgt je nach Produkt und Zubereitungsart etwa 20 bis 30 Minuten. Da sie gut sättigen, können sie klassische Beilagen wie Kartoffeln, Reis oder Nudeln durchaus mal ablösen. Nicht zuletzt sind sie auch für Vegetarier und Veganer eine willkommene Alternative.

Hedda Thielking / bzfe


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