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Wirteverband Basel-Stadt

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08.11.2018

Breite Solidarität mit armutsbetroffenen Menschen

15. Suppentag der Schweizer Tafel

Über ein Dutzend Spitzenköche, Prominente, viele Helferinnen und Helfer sowie insgesamt über 3000 Liter Suppe: Das sind die Zutaten für den 15. Suppentag. Der Spendenanlass zugunsten der Schweizer Tafel vom Donnerstag, 22. November 2018 findet in diesem Jahr an 16 öffentlichen Standorten, verteilt auf 15 Städte und Ortschaften statt.

Neben dem langjährigen Partner Credit Suisse unterstützt neu Accor Hotels erstmals den Anlass. Zu den öffentlichen Standorten hinzu kommen so zwanzig öffentliche Hotelrestaurants, die die Einnahmen der Tagessuppe vollumfänglich der Schweizer Tafel spenden. Verschiedene KMU führen ebenfalls Aktionen durch. Dies zeigt die breite Solidarität mit armutsbetroffenen Menschen in der Schweiz.

Das Rezept für den Suppentag ist einfach: Verschiedene Schweizer Spitzenköche schwingen den Kochlöffel und Prominente aus Kultur, Politik, Wirtschaft und Sport servieren an 16 öffentlichen Standorten über 3000 Liter feine Suppen, für die eine Spende zu Gunsten der Schweizer Tafel gegeben werden kann.

Fünf Standorte werden durch die Gönnerinnen und Gönner des Vereins «Schweizer Tafel Fundraising» betreut, in Basel mit Unterstützung des örtlichen Lions Clubs. Drei weitere Standorte managen allein regionale Rotary- und Lions-Clubs. Acht öffentliche Standorte werden im Rahmen der Volunteering-Partnerschaft von etwa 20 Mitarbeitenden der Credit Suisse organisiert. Hinzu kommen sieben firmeninterne Personalrestaurants der Credit Suisse, die am 22. November den Anlass unterstützen, dies bereits zum zwölften Mal.

Erstmals mit von der Partie sind zwanzig Hotelrestaurants der Accor-Hotelgruppe. Die Gäste dürfen hier einen frei wählbaren Betrag für die Tagessuppe bezahlen, der anschliessend vollumfänglich der Schweizer Tafel überwiesen wird. Weitere Firmen wie zum Beispiel das Kantonsspital Baden führen ebenfalls Aktionen durch.

«Wir freuen uns über diese Solidarität», betont Daniela Rondelli, Geschäftsleiterin der Schweizer Tafel. «Uns ist es wichtig, mit dem Suppentag die Öffentlichkeit für das Thema Armut in der Schweiz zu sensibilisieren. Das Interesse von Seiten verschiedener Firmen zeigt uns, dass das Thema in der Gesellschaft langsam ankommt und ernst genommen wird.»

Aus der Not heraus entstanden

Der Suppentag der Schweizer Tafel selbst entstand übrigens aus der Not heraus: der Organisation sprang ein Finanzpartner ab, weshalb sich Gründerin Yvonne Kurzmeyer für 2004 eine Spendenaktion überlegte. Weil schon die heilige Elisabeth, Landgräfin von Thüringen (1207-1231) und Wohltäterin der Armen, Suppe an die Bedürftigen verteilte, war die Idee für den Suppentag schnell geboren.

Am 1. Suppentag vom 19. November 2004 lag der Spendenerlös aus den sechs Standorten Baden, Basel, Bern, Luzern, Meyriez bei Murten und Zürich bei 32’000 Franken. Im Jahr 2006 wurde erstmals die 100’000er-Spendenmarke überschritten.

«Heute steht für uns der Appell an die Solidarität mit armutsbetroffenen Menschen in der Schweiz im Vordergrund», erklärt Daniela Rondelli. Angesichts des drohenden Anstiegs Armutsbetroffener sei das Engagement wichtiger denn je. Heute sammelt die Schweizer Tafel täglich 16 Tonnen einwandfreie, überschüssige Lebensmittel im Detailhandel und bei Produzenten ein und verteilt diese kostenlos an rund 450 soziale Institutionen, die sich um armutsbetroffene und bedürftige Menschen kümmern.

Jacky Donatz: «Ich will anderen etwas zurückgeben»

Rund um den Suppentag kann die Schweizer Tafel gemeinsam mit den lokalen Standort-Organisatoren auf starke Unterstützung von Seiten der Spitzenköche und Prominenz zählen. Seit der Premiere 2004 mit dabei ist beispielsweise Spitzenkoch Jacky Donatz, der am grössten Standort, dem Paradeplatz in Zürich, involviert ist.

«Ich will anderen etwas zurückgeben», so Donatz. Der Anlass sei sinnvoll, und er komme sehr gut an. 1200 Liter Suppe werden seine fünf Kollegen und er mit ihren Teams für den Standort Zürich Paradeplatz zubereiten.

Jeder Suppentag-Standort hat seine eigene Geschichte. So verschiebt beispielsweise Manor in Aarau den für den 22. November geplanten Verkaufsstart des «Black Fridays», damit der Platz im City-Märt für den Suppentag frei bleibt.

In Bern darf das Zelt letztmals auf dem Bärenplatz stehen; nächstes Jahr wird aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen rund um den Event «Rendez-vous am Bundesplatz» ein Wechsel auf den Waisenhausplatz geplant.

In Wädenswil geht’s familiär zu und her, wenn die Zunft in Tracht die Suppe vor Ort zubereitet und anschliessend beim Schöpfen hilft. In Zürich auf dem Paradeplatz kann man Suppe bis um 20 Uhr geniessen und so mit einer warmen Mahlzeit in der Hand das Einschalten der innerstädtischen Weihnachtsbeleuchtung um 18 Uhr und anschliessend gestärkt noch das Night Shopping bis um 22 Uhr geniessen.

Die Schweizer Tafel auf einen Blick

Die Schweizer Tafel, ein Projekt der Stiftung «Hoffnung für Menschen in Not», besteht seit 2001 und ist rein spendenfinanziert. Sie sammelt schweizweit pro Tag, dank über 100 Freiwilligen in 12 Regionen der Schweiz, mit 37 Kühlfahrzeugen bei rund 600 Spendern rund 16 Tonnen überschüssige, einwandfreie Lebensmittel und verteilt die Ware an 450 soziale Institutionen wie Obdachlosenheime, Gassenküchen oder Notunterkünfte.

Die Schweizer Tafel bildet damit die Brücke vom Überfluss zum Mangel und hilft aktiv der Bevölkerung in der Schweiz, die unter der Armutsgrenze lebt. Zusammen mit ihren Hauptpartnern trägt sie zur Reduktion der Lebensmittelverschwendung bei. Die Schweizer Tafel engagiert sich zudem für die Reintegration von Menschen in den ersten Arbeitsmarkt.

Rolf Laible, Chefkkoch Savoy Baur en Ville, und Jacky Donatz. Bild: Schweizer Tafel



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