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Wirteverband Basel-Stadt

Wirteverband Basel-Stadt


31.03.2020

Gewerbeverband fordert gezielte Nachbesserungen

Lob für bisherige Massnahmen von Bund und Kanton

Die Folgen der Coronavirus-Pandemie treffen die Wirtschaft hart. Der Bund und der Kanton Basel-Stadt haben rasch Unterstützungsmassnahmen lanciert, um gesunde Firmen vor dem Konkurs zu retten. Das ist erfreulich. Es sind aber gezielte Nachbesserungen nötig. So muss die Entschädigung unabhängig von der Rechtsform der Firmen erfolgen und für Selbständige sämtlicher Branchen gelten. Zudem braucht es eine möglichst rasche Kommunikation der Strategie, unter welchen Voraussetzungen, wie und mit welchen Folgen die Massnahmen gelockert werden können.

Seit zwei Wochen stehen grosse Teile der Wirtschaft praktisch still. Die von Bund und Kanton ergriffenen Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus haben massive Folgen für Unternehmen. Die hohe Anzahl an Gesuchen für Kurzarbeitsentschädigung und für Überbrückungskredite sprechen eine deutliche Sprache.

«Bei vielen Unternehmen geht es schlichtweg ums Überleben», sagt der Basler Gewerbedirektor Gabriel Barell. Er lobt die rasch beschlossenen Unterstützungsmassnahmen des Bundes und des Kantons. «Dieses entschlossene Handeln war und ist wichtig, um möglichst viele Arbeits- und Ausbildungsplätze zu erhalten.»

Lücken schliessen

Allerdings gibt es noch Lücken im Unterstützungspaket. «Angesichts der angespannten Situation ist eine umgehende und gezielte Anpassung einiger Massnahmen notwendig», sagt Gewerbedirektor Barell.

Einerseits geht es um die Inhaberinnen und Inhaber von Kapitalgesellschaften. Diese erhalten eine pauschale Kurzarbeitsentschädigung in der Höhe von 3320 Franken im Monat und sind damit schlechter gestellt als ihre Mitarbeitenden. Ausserdem ist es eine Ungleichbehandlung im Vergleich zu Einzelunternehmerinnen und Einzelunternehmern, welche über die EO mit bis zu 5880 Franken entschädigt werden.

«Die Höhe der Entschädigung muss unabhängig von der Rechtsform des Unternehmens erfolgen», fordert Gewerbedirektor Barell. Andererseits können Selbständige aus Branchen, deren Geschäft nicht behördlich geschlossen worden ist, keinen Erwerbsausfall geltend machen. Dazu gehören zum Beispiel Chiropraktiker oder Logopäden. Diese dürften weiterhin geöffnet haben, verzeichnen aber trotzdem einen massiven Einbruch der Ertragslage. «Auch für diese Unternehmer braucht es eine Entschädigungslösung», sagt Barell. Dies gilt auch für die in den entsprechenden Wertschöpfungsketten betroffenen Unternehmen.

Schreiben der Wirtschaftsverbände an die Regierung

Der Gewerbeverband Basel-Stadt hat zusammen mit dem Arbeitgeberverband Basel und der Handelskammer beider Basel in einem gemeinsamen Schreiben an die Basler Regierung gebeten, sich auf Bundesebene für die Behebung dieser Ungleichbehandlungen einzusetzen. Auch die nationalen Dachverbände der Wirtschaft werden dies tun.

Exitstrategie muss so rasch als möglich kommuniziert werden

Der Gewerbeverband Basel-Stadt unterstützt die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Wichtig ist aber auch, den Blick möglichst bald wieder in die Zukunft zu lenken, damit die Unternehmen eine Perspektive erhalten und die wirtschaftlichen Folgen abgefedert werden können.

«Dazu gehört eine klar kommunizierte Exitstrategie, damit sich die Unternehmen auf das Ende des Lock-Downs und auf eine schrittweise Lockerung der Massnahmen vorbereiten können», erklärt Gewerbedirektor Gabriel Barell. Die derzeitige Unsicherheit ist eine grosse Belastung für die KMU-Wirtschaft.

Unterstützung und Solidaritätsfonds

Der Gewerbeverband Basel-Stadt erfährt im Austausch mit seinen Mitgliedern ganz direkt, wie hoch der Kommunikations- und Unterstützungsbedarf ist. Das zeigt sich auch am grossen Ansturm auf den Solidaritätsfonds der Gewerbestiftung. Dieser bietet Direkthilfe in der Höhe von 4000 Franken für betroffene Unternehmen.

Die Anzahl Gesuche übersteigt dabei die bisherigen Mittel im Fonds bei weitem. Die Suche nach weiteren Spenderinnen und Spendern läuft auf Hochtouren. Ein grosses Dankeschön geht an alle Einzelpersonen und Unternehmen, welche den Solidaritätsfonds bereits unterstützt haben. Alle Spender sind auf baselzaemme.ch aufgeführt.

Gabriel Barell

Gabriel Barell, Direktor des Gewerbeverbands Basel-Stadt, fordert gezielte Nachbesserungen.


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