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01.09.2021

Nachfrage wiederbeleben, Investitionsfähigkeit erhalten

Bundesrat will Schweizer Tourismus unterstützen

Der Bundesrat hat am 1. September 2021 ein «Recovery-Programm» für den Schweizer Tourismus verabschiedet. Damit soll die Erholung des Tourismus nach der Covid-19-Pandemie vorangetrieben werden. Das Programm ist insbesondere darauf ausgerichtet, die Nachfrage wiederzubeleben und die Innovationsfähigkeit zu erhalten. So soll unter anderem Schweiz Tourismus zusätzliche Bundesmittel erhalten.

Die Tourismusbranche ist besonders stark von der Covid-19-Pandemie betroffen. Dies trifft insbesondere auf den Städte- und Geschäftstourismus sowie auf stark international ausgerichtete Destinationen zu.

Mit dem Recovery-Programm für den Schweizer Tourismus sollen die drei bewährten tourismuspolitischen Förderinstrumente Schweiz Tourismus, Innotour und Neue Regionalpolitik verstärkt eingesetzt werden. Thematisch legt das Programm einen Fokus auf den Städte- und Geschäftstourismus sowie auf die Nachhaltigkeit. Es soll die touristische Erholung gezielt begleiten und unterstützen, damit der Schweizer Tourismus insgesamt gestärkt aus der Krise hervorgeht.

Im Recovery-Programm sind konkret drei Massnahmen vorgesehen. Die erste Massnahme besteht aus Zusatzmitteln in der Höhe von 30 Millionen Franken für die Nachfrageförderung über Schweiz Tourismus für die Jahre 2022 und 2023.

Mit den zusätzlichen Mitteln sollen in erster Linie ausländische Gäste zurückgewonnen, die nachhaltige Tourismusentwicklung gestärkt, der Städte- und Geschäftstourismus wiederbelebt und die Tourismuspartner entlastet werden. 20 Millionen Franken sollen für Marketingaktivitäten eingesetzt werden und 10 Millionen Franken für die finanzielle Entlastung der Tourismuspartner von Schweiz Tourismus.

Bei der zweiten Massnahme soll der Bundesanteil bei Innotour-Projekten für den Zeitraum 2023 bis 2026 von maximal 50 Prozent auf neu maximal 70 Prozent erhöht werden, wodurch die Innovationskosten im Tourismussektor sinken werden.

Damit soll der Tourismussektor trotz länger anhaltender Krise in der Lage sein, Innovationen und Produktentwicklungen umzusetzen und neu zu initiieren sowie Kooperationen einzugehen. Die Umsetzung der Massnahme bedingt eine Anpassung der gesetzlichen Grundlagen sowie zusätzliche Mittel in der Höhe von 20 Millionen Franken.

Als dritte Massnahme wird der Projektförderung über die Neue Regionalpolitik für die Periode 2020-2023 zusätzliche Mittel von 10 Millionen Franken zur Verfügung gestellt. Damit soll der Projektförderung zusätzlich Schub verliehen werden.

Zudem arbeitet das WBF intensiv an der Erneuerung der Tourismusstrategie des Bundes, welche bis Ende Jahr vom Bundesrat verabschiedet werden soll. Mit der künftigen Tourismusstrategie wird die Grundlage gelegt, um die strategischen Herausforderungen des Tourismus in den kommenden Jahren anzugehen.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung der Investitionsförderung des Bundes. Ziel ist es, die Investitionsförderung der Schweizerischen Gesellschaft für Hotelkredit und der Neuen Regionalpolitik zu modernisieren und zu stärken.

Bundesrat Guy Parmelin. Screenshot Youtube


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