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04.01.2022

Viele der 230’000 Mitarbeitenden leiden ebenso

GastroSuisse sorgt sich um Exodus beim Personal

Das Gastgewerbe blickt auf ein schwieriges Corona-Jahr zurück. Die Betriebe sind wieder zunehmend in finanzieller Bedrängnis. Die Mitarbeitenden leiden ebenso unter der Ungewissheit. Weitere Massnahmen wären verheerend. Erfreulich ist, dass der Bundesrat noch keine zusätzlichen Einschränkungen im Gastgewerbe beschlossen hat und auf die Entwicklung der Spitalkapazitäten fokussiert.

Die 26 Präsidentinnen und Präsidenten der Kantonalverbände von GastroSuisse diskutierten gestern anlässlich einer ausserordentlichen digitalen Präsidentenkonferenz die aktuelle Situation im Gastgewerbe. «Das vergangene Jahr war für die Branche sehr schwierig», resümiert Casimir Platzer, Präsident von GastroSuisse. Während 31 Wochen und mehr blieben Restaurants, Cafés und Bars in der Pandemie geschlossen. Hoffnung kam im Sommer auf, doch bereits im September beschloss der Bund im Gastgewerbe die Zertifikatspflicht. Zuletzt folgte Ende Jahr 2G – für Clubs und Diskotheken sogar 2G+. «Kaum eine Branche musste so viele Opfer erbringen wie unsere», sagt Platzer.

Die Branche trotzte der Krise und den vom Bund verordneten Massnahmen mit Leistungsbereitschaft, Innovation und Leidenschaft. Dennoch gingen seit Ausbruch der Krise bereits zehntausende Jobs verloren. Der Fachkräftemangel hat sich verschärft. «Unsere Mitglieder sehen sich wieder zunehmend in ihrer Existenz bedroht», sagt Platzer. Die Liquidität befindet sich auf einem Tiefpunkt, während die Verschuldung steigt. Die Reserven sind aufgebraucht. Das Weihnachtsgeschäft fiel 2G zum Opfer.

Besonders stark betroffen sind auch die aktuell rund 230 000 Mitarbeitenden im Gastgewerbe. Sie mussten während der Krise immer wieder in Kurzarbeit geschickt werden, was zu erheblichen Lohnausfällen führte. «Viele haben die Branche deswegen bereits verlassen», sagt Platzer.

Verunsicherung bei den Mitarbeitenden im Gastgewerbe kam zudem auf, weil der Bundesrat kurz vor Jahreswechsel verlauten liess, dass er jederzeit weitere Verschärfungen beschliessen könne.

Die Präsidentenkonferenz tauschte sich gestern über mögliche Szenarien aus. Der Tenor war klar: «Wir lehnen sowohl einen Lockdown als auch 2G+ ab», sagt Platzer. «Beides wäre verheerend für unsere Branche.»

GastroSuisse ist daher erleichtert, dass der Bundesrat noch keine weiteren Massnahmen beschlossen hat und vorerst die weitere Entwicklung beobachtet. Zu Recht. Denn die vom Bundesamt für Gesundheit gestern publizierten Zahlen zeigen eine leichte Entspannung auf den Intensivstationen. Selbst Bundesratspräsident Ignazio Cassis sagte gegenüber den Medien, dass die schweizweite Belegung der Intensivstationen mit circa 80 Prozent noch zu managen sei.

Eine Teilschliessung des Gastgewerbes macht ohnehin wenig Sinn. Ziel des Bundesrats ist es nämlich, eine Überlastung der Spitäler zu verhindern. Laut Bundesrat sind hierbei diejenigen Bevölkerungsgruppen entscheidend, die weder geimpft noch genesen sind. Beide Gruppen dürfen aufgrund der 2G-Regel aber weder in einem Restaurant, noch einem Café noch einer Bar einkehren.

«Ein Lockdown in unserer Branche würde keine Wirkung erzielen», so Platzer. Massnahmen müssten in anderen Bereichen wie dem öffentlichen Verkehr getroffen werden. «Sollte es anders kommen, benötigen unsere Mitglieder zwingend weitere finanzielle Unterstützung», so Platzer.

Unerlässlich wäre, dass die Härtefallgelder so schnell wie möglich wieder hochgefahren werden und dass Kurzarbeit zu 100 Prozent entschädigt wird. «Ansonsten kehren noch mehr Mitarbeitende unserer Branche den Rücken zu», betont Platzer. Weitere Lohneinbussen können sich Mitarbeitende im Gastgewerbe nämlich nicht mehr leisten.


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