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Wirteverband Basel-Stadt

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09.04.2006

Werbeverbot für Dickmacher?

Inakzeptable Vorschläge…

Die Fettsucht grassiert: Laut seriösen Schätzungen ist rund ein Fünftel der heutigen Zehnjährigen zu dick. Deshalb fordern im Ernährungsbericht des Bundes namhafte Experten energische Massnahmen gegen Übergewicht. Ein nachvollziehbarer Gedanke, doch leider wird über das Ziel hinaus geschossen.

Medien sollen zwangsverpflichtet werden, bei Gesundheitskampagnen mitzumachen. Werbung für dick machende Nahrungsmittel soll verboten, diejenige für potentielle Dickmacher mit einer Sondersteuer belegt werden. Und all dies sei "ohne langwierige Vernehmlassung und ohne Berücksichtigung von Lobby-Interessen" zügig umzusetzen. Die betroffenen Branchen haben also nichts zu sagen. Ein solches Vorgehen mutet unschweizerisch an.

Nach Tabak und Alkohol sind nun die Lebensmittel an der Reihe: Einmal mehr wollen gewisse Kreise die Verantwortlichkeit für individuelles Handeln auf die Werbebranche abwälzen, weil die Konsumenten angeblich nicht fähig sind, selber vernünftige Entscheidungen zu treffen. Die armen Bürger sollen von der bösen Wirtschaft geschützt werden. Kein Wunder, dass immer mehr Leute den Fehler für eigenes Verhalten bei anderen suchen! Werbeverbote für legale Produkte haben in einem liberalen Staat nichts verloren.


 

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