Back to Top
Wirteverband Basel-Stadt

Wirteverband Basel-Stadt


20.01.2005

Lässt das Internet die Hotelpreise sinken?

Dumping lohnt sich nicht

Gemäss vorherrschender Meinung bringen Preisreduktionen neue Kunden und steigern den Verkauf. Es ist fraglich, wie stark diese Regel auch für die Hotelbranche gilt. Wahrscheinlicher ist es, dass nicht genügend zusätzliche Gäste angelockt werden, um den Einnahmenausfall derjenigen Kunden zu kompensieren, die ohnehin gekommen wären.

Das Problem hat an Brisanz gewonnen, weil immer mehr Touristen auf dem Web nach dem besten Preis fahnden - für ein Zimmer, dass sie sowieso belegen wollen. Die Krux liegt also darin, dass kaum mehr Leute reisen, weil Hotelzimmer günstiger angeboten werden. Wird dies von den Hoteliers nicht in Betracht gezogen, laufen sie Gefahr, ihre Kapazitäten zu verscherbeln.

Conrad Meyer vom Bayrischen Hotel- und Gaststättenverband gibt dem Internet die Hauptschuld, dass die Preise fallen. An einer Versammlung in München sprach er von der "Bedrohung der Preisautonomie durch totale Information". Die Zeitschrift "Wirtschaftswoche" sieht das ähnlich: Das Internet sei "gnadenlos", weil es die Preisunterschiede weltweit transparent mache und damit zu dauerhaften Tiefpreisen zwinge.

Erwiesen ist, dass die durchschnittlichen Hotelpreise rutschen und das Internet beim Vertrieb immer unverzichtbarer wird. Um wenigstens die Kommissionen der Zwischenhändler zu vermeiden, lohnt es sich, Buchungen möglichst direkt auf die eigene Homepage zu locken. Dabei hilft eine "Best-Price-Garantie". Das erspart dem Gast langes Surfen, weil er weiss, dass er nirgendwo einen besseren Preis für das gleiche Zimmer erhält.


Dumping lohnt sich nicht!

Die Suche nach dem billigsten, vermeintlich besten Angebot wurde unter dem Motto "Geiz ist geil" zu einem Volkssport. Da sich manche Kunden ausschliesslich am Preis orientieren, neigen einige Hoteliers dazu, mit Discount-Angeboten zu operieren. Diese Rechnung geht nicht auf: Loyale Stammgäste werden so nicht gewonnen, weil das nächste Schnäppchen den Gast woanders hinführt.

Dauertiefpreise rechnen sich nur, wenn die Auslastung überproportional erhöht wird. Eine Studie der Cornell University ("Why discounting doesn't work") zeigt auf, dass Hotels mit tieferen Preisen zwar besser ausgelastet werden können, der Umsatz pro verfügbares Zimmer (RevPAR) aber abnimmt. 6000 Hotels wurden über einen Zeitraum von drei Jahren beobachtet. Die erfolgversprechendste Strategie ist es, die Preise zu halten oder gar leicht zu erhöhen. Dadurch geht die Auslastung möglicherweise leicht zurück, aber die Rentabilität steigt.


WICHTIGE PANDEMIE-INFOS


Wir setzen uns mit ganzer Kraft für das Gastgewerbe ein. Zurzeit sind wir nur beschränkt in der Lage, Einzelanfragen telefonisch zu beantworten. Sollten Sie hier nicht fündig werden, schicken Sie uns bitte ein Mail an: info@baizer.ch

MERKBLÄTTER GASTROSUISSE
Arbeitsrechtliche Fragen
Betriebsschliessung
Erwerbsausfall
FAQ Rechtsberatung
GastroSocial
Hilfspaket
Kurzarbeit  
Lohnabrechnung
Massnahmen
Pandemie
Mietzinsherabsetzung
Musterbriefe
Stornierungen
Überbrückungskredite
Veranstalter
WHO-Empfehlungen

Betriebsschliessung temporär 
Betriebsschliessung dauerhaft
BS Finanzierung Lehrverhältnisse
BS Info für Unternehmen
Grenzgänger France Justificatif
Für unsere Freunde in Deutschland

ALLE ARTIKEL ZUM THEMA

Bitte lesen Sie die Merkblätter, Artikel und Informationen, bevor Sie unseren Rechtsdienst kontaktieren.

Rundschreiben
1. April 2020
30. März 2020
27. März 2020
24. März 2020
23. März 2020
20. März 2020
19. März 2020
18. März 2020
Bis zum 17. März wurden die Schreiben per Mail verschickt. 



Die Mitgliederversammlung

wird erst im September stattfinden!