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Wirteverband Basel-Stadt

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08.05.2010

Wie der Brunch entstand

Die ideale Mahlzeit nach der Rückkehr von der Jagd

Der Brunch entstand im Laufe des 18. Jahrhunderts in Grossbritannien. Das Wort setzt sich zusammen aus "breakfast" und "lunch", was ziemlich genau beschreibt, um was es sich handelt. In den 1930er-Jahren wurde das opulente, zeitlich ausgedehnte Frühstück auch in Amerika populär. Heute "bruncht" man fast weltweit.

Die Kulturgeschichte zeigt, dass opulente Mahlzeiten stets ein Privileg der oberen Schichten waren. Auch wenn Essenszeiten, Servicearten, Tischmanieren und Mahlzeitenlänge je nach Epoche varierten: Lange Zeit konnten es sich nur Wohlhabende leisten, ausgedehnt zu geniessen.

Laut der "Encyclopedia of American Food and Drink" von John F. Mariani geht der Begriff "Brunch" zurück auf einen Guy Beringer, welcher 1895 in der Zeitschrift "Hunter's Weekly" die Kombination von Frühstück und Mittagessen propagierte, weil das nach der Rückkehr von der Jagd eine ideale Mahlzeit sei.

Zudem sei ein Essen, das mit Tee oder Kaffee, Brot und Mamelade beginne und erst dann zu schweren Gerichten übergehe, dem traditionellen "early Sunday dinner" nach dem Kirchgang vorzuziehen. Ein Vorteil liege auch darin, dass man sonntags später aufstehen könne. Ein Brunch sei heiter, gemütlich und anregend ("cheerful, sociable and inciting"), schreibt Beringer.

Bereits 1865 enthielt ein englisches Rezeptbuch zahlreiche Vorschläge zur Bereicherung des Frühstücks, z.B. Bratkartoffeln, Aufschnitt, Schinken, Zunge, gepökeltes Schweinefleisch, Hähnchen, Fasanenschenkel, Kalbskoteletten und Räucherfische. Auch von Puddings, Wähen und Galantinen ist die Rede.

Major L., der Autor des Buchs "Breakfasts, Luncheons and Ball Suppers" unterschied 1887 vier Arten von Frühstück: Das normale "familiy breakfast", das "déjeuner à la fourchette" (bei dem einzelne Gänge gereicht wurden), die "cold collation" (ein schön angerichteter Imbiss) und den "amigu" (eine Mahlzeit so üppig wie ein Dinner, bei welcher aber alle Speisen gleichzeitig aufgetisch wurden).

Damen würden morgens selten Fleisch essen, schreibt der Autor. Trotzdem empfiehlt er zum Frühstück neben Schinken und Speck auch Nieren, gebratene Ente und Truthahn.

In den Vereinigten Staaten kam der Brunch erst in den 1930er-Jahren auf. Evan Jones, der Autor von "American Food: The Gastronomic Story", berichtet, dass er ein entsprechendes Angebot erstmals 1933 im berühmten Pump Room des Hotels Ambassador in Chicago wahrnahm. Dort machten Geschäftsleute und Filmstars auf ihren Reisen von Küste zu Küste Halt.

Heute ist das ausgedehnte Spät-Frühstück sowohl daheim als auch in Hotels und Restaurants in der ganzen westlichen Welt verbreitet – vorwiegend am Wochenende, wenn die Leute Zeit haben.


 

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