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Wirteverband Basel-Stadt

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30.11.2010

Ein Monopol ist unzulässig

Es gibt keine offizielle Schweizer Hotelklassifikation

Hotelleriesuisse informierte über eine so genannte "neue Schweizer Hotelklassifikation". In einem Communiqué zeigt sich GastroSuisse darüber befremdet.

"Es gibt keine Schweizer Hotelklassifikation", schreibt GastroSuisse, "weder eine offizielle noch eine staatlich unterstützte". Es bestünden zahlreiche Organisationen, Tourismus- und Reiseunternehmen, die Hotels klassifizieren. Der Versuch von Hotelleriesuisse, sich auf eine Schweizer Hotelklassifikation zu berufen, passe zum Versuch, Sternensymbole zu monopolisieren.

Bei der Klassifikation des Hoteliervereins handle es sich um die Klassifikation eines privatrechtlich organisierten Vereins, der mit seinem Versuch, den Gebrauch von Sternen zu monopolisieren, der gesamten Branche grossen Schaden zufüge.

Bereits zwei Gerichte sind zum Schluss gekommen, dass eine Monopolisierung des Gebrauchs von Sternen für die Hotelklassifikation unzulässig ist. Trotz dieser beiden klaren Urteile führe Hotelleriesuisse ihre Blockade-Politik fort, beklagt GastroSuisse.

Der Fall wurde von Hotelleriesuisse zwischenzeitlich an das Bundesgericht weiter gezogen. Im Übrigen musste Hotelleriesuisse beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum ein Markengesuch von Sternen zurückziehen, weil eine Eintragung aussichtslos war.

Eine Kategorisierung von GastroSuisse mit Sternen, wie sie seit rund hundert Jahren international verwendet und gebräuchlich sind, wäre sowohl für die Branche als auch für die Gäste vorteilhaft. Originalton GastroSuisse: "Konkurrenz trägt dazu bei, dass sich die Branche zum Wohl der Gäste noch weiter verbessert. Den Gästen würde zudem ein viel grösseres Angebot von kategorisierten Betrieben zur Verfügung stehen."

Ihr eigenes Kategorisierungs-System orientierte GastroSuisse von Beginn weg an den führenden internationalen Standards. Basierend auf den Erfahrungen der letzten vier Jahre, wurden die strengen Kriterien im Herbst 2010 erneut überprüft.

GastroSuisse hält auch in Zukunft an ihrer klaren, gut fassbaren und stabilen fünfstufigen Hotel-Kategorisierung fest: Diese erfülle bereits heute die europäischen Mindestanforderungen und solle nicht durch einen Abgleich mit einem Verbund von Ländern unvorteilhaft nivelliert oder durch den Ausbau auf zehn Stufen verwässert werden, schreibt der Verband.

Seit April 2006 kämpft GastroSuisse für die Einführung eines Kategorisierungssystems auf der Basis von Sternen. Aufgrund einer vorsorglichen Massnahme von Hotelleriesuisse ist es dem Branchenverband jedoch seit Mai 2006 verboten, im eigenen Kategorisierungssystem Sterne zu verwenden. Das hat die Marktdurchdringung des Systems behindert.


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