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Wirteverband Basel-Stadt

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19.05.2012

Türke soll Schutzgelder im Kleinbasel erpresst haben

Strafprozess gegen einen mutmasslichen Geldeintreiber

Ein 50-jähriger Türke muss sich zusammen mit sechs Mitangeklagten vor dem Basler Strafgericht verantworten. Ihm werden gewerbsmässige Erpressung, eine schwere Form des Raubes mit einer Schusswaffe, mehrfache Drohungen und Nötigungen sowie weitere Delikte vorgeworfen.

Dem Hauptangeklagten droht eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren. Er soll im Kleinbasel mehrmals mit einer Pistole von Barbetreibern Geld verlangt haben. Unklar ist, wie systematisch der 50-jährige Angeklagte vorgegangen ist.

Offenbar hat schon sein Name Respekt eingeflösst, denn laut Anklageschrift gehört er zu einer einflussreichen türkischen Familie, die in der Schweiz und in der Türkei Restaurants besitzt. Die Schutzgelderpressungen haben sich in erster Linie gegen Lokale mit illegalen Glücksspielen in Hinterzimmern gerichtet – vermutlich, weil dort die Gefahr kleiner war, dass Opfer zur Polizei gehen.

Ein Barbetreiber brach allerdings sein Schweigen, nachdem er im August 2008 am Riehenring und im Januar 2011 in seinem neuen Lokal beim Bläsiring bedroht und ausgeraubt worden war. Einmal habe der Angeklagte ihn um 32'000 Franken erleichtert. Der 50-jährige sei in Begleitung mehrerer Kumpels in die Bar gekommen, habe die Waffe gezückt und die Gelder in der Kasse und im Tresor verlangt.

Dem Angeklagten wird auch Kreditwucher vorgeworfen. Ein Mann erhielt von ihm 20'000 Franken Kredit, musste aber 30 Tage später 25'000 Franken zurückbezahlen, dazu kam ein Zins von zwanzig Prozent. Zahlungsunfähige Schuldner wurden massiv bedroht.

Die Mitangeklagten sind teilweise lediglich wegen versuchter Nötigung angeklagt, wie die Basellandschaftliche Zeitung schreibt. Es handelt sich um Türken im Alter von 30, 31, 35 und 52 Jahren und um einen 39-jährigen Schweizer. Den Männern werden auch Vorfälle in Zürich und Oensingen zur Last gelegt.


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