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Wirteverband Basel-Stadt

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11.01.2013

Verwalter statt Gastwirt und Hotelier

Bürokratie im Gastgewerbe nimmt zu

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat erstmals einen "Bürokratiemonitor" veröffentlicht. Der neue Indikator zeigt, dass die administrative Belastung der Unternehmen während den letzten drei Jahren massiv zugenommen hat. An erster Stelle des Bürokratiemonsters steht die Lebensmittelhygiene. Leidtragende sind vorab die kleinen Betriebe.

Die Ergebnisse geben zu denken: Die administrative Lasten sind in den letzten drei Jahren beträchtlich angestiegen, dies vor allem in den Bereichen Berufsbildung, Umwelt und Lebensmittelhygiene. Die Hälfte der befragten Unternehmen beklagt sich demnach über eine hohe oder sehr hohe Belastung.

Rund die Hälfte der Mikrounternehmen (3 bis 9 Mitarbeitende) zahlt bis zu 1000 Franken pro Monat für externe administrative Aufwände. Bei mehr als einem Drittel der Kleinunternehmen (10 bis 49 Mitarbeitende) sind 500 bis 2500 Franken fällig.

"Nun ist es offiziell bestätigt: Die Unternehmer des Gastgewerbes werden immer mehr in die Rolle des Verwalters gedrängt", kommentiert Dr. Bernhard Kuster, Direktor GastroSuisse, die Ergebnisse. Er sagt weiter: "Über die Hälfte der befragten Unternehmer werden durch die hohe administrative Belastung bei der Lebensmittelhygiene erdrückt, Tendenz steigend".

Die Lebensmittelhygiene steht an erster Stelle des Bürokratiemonsters. Dies unterstreicht die Problematik der Bürokratie bei der Lebensmittelkontrolle, die von Fachleuten schon immer kritisiert wurde. Der Vollzug der Lebensmittelkontrolle ist nicht nur übertrieben, sondern extrem bürokratisch.

Wenn Organigramme oder Bohrlöcher kontrolliert werden, ist das nicht mehr verhältnismässig. Es gibt sogar Ideen, die Unternehmen wegen dieser bürokratischen Mängel öffentlich an den Pranger zu stellen. Vor diesem Hintergrund wirkt die überbordende Bürokratie umso fraglicher."

Hygiene sichern statt Bürokratie erhöhen

GastroSuisse kämpft auf allen Ebenen, so zum Beispiel auch bei der Mehrwertsteuer, für weniger Bürokratie in der Wirtschaft und appelliert an die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats, die Verhältnismässigkeit des Bürokratieaufwands auch bei der Revision des Lebensmittelgesetzes zu berücksichtigen.

Erstes Ziel sollte es sein, die Hygiene zu sichern und nicht die Bürokratie zu erhöhen. Der Grundstein hierfür wird in der Ausbildung gelegt, deshalb ist die Politik gefordert, die Branche auf diesem Feld in ihren Anstrengungen zu unterstützen.

Der vom Seco festgestellte bürokratische Mehraufwand ist die Folge der wachsenden Regulierungsdichte in der Gesetzgebung. "Bestehende Regelungen sollten nicht länger durch neue ersetzt werden dürfen, ohne dass eine Netto-Reduktion der Regulierungen realisiert wird", schreibt der Schweizerische Gewerbeverband. Einsparungen in Milliardenhöhe wären möglich, wenn Bund, Kantone und Gemeinden ihre Massnahmen rechtlich und zeitlich besser aufeinander abstimmten.

Die Bürokratie-Belastung in den Bereichen Lebensmittelhygiene, Bauvorhaben, Lehrlingswesen und Mehrwertsteuer ist besonders hoch. Quelle: Seco / GfK


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