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Wirteverband Basel-Stadt

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26.02.2013

Die Mär' von den treuen Schweizer Gästen

Abwanderung in ausländische Ferienregionen

Die Loyalität von Herrn und Frau Schweizer zur Tourismusdestination Schweiz bröckelt weiter. Bereits 2011 gingen die Logiernächte von Schweizern im eigenen Land um 0.1 Prozent zurück, obwohl die Bevölkerung wuchs. Die Flucht in ausländische Ferienregionen setzt sich auch 2012 fort.

Schweizer Gäste werden den heimischen Ferienregionen untreu. Gäste aus dem Inland wandern in grosser Zahl in benachbarte Länder ab! Die Frankenstärke ist hier bestimmt ein wichtiger Faktor, doch wahrscheinlich nicht der einzige.

In der Tourismusstatistik gelten alle in der Schweiz wohnhaften Personen als "Schweizer". Die Bevölkerungszahl unseres Landes hat sich seit 2008 um viereinhalb Prozent erhöht, während die Hotelübernachtungen von Schweizern in diesem Zeitraum um 0.8 Prozent zunahmen. 2008 verbrachte jeder Schweizer durchschnittlich 2.05 Nächte in einem heimischen Hotel – letztes Jahr war es noch 1.95: Das entspricht einem Rückgang von fast fünf Prozent.

Tourismusregionen wie Graubünden, das Berner Oberland oder das Tessin verzeichnen starke Einbussen bei den Schweizer Gästen. Ein Durchschnittsschweizer verbringt pro Jahr noch 0.35 Nächte in einem Bündner Hotel, 0.2 Nächte im Berner Oberland und 0.16 Nächte im Tessin. 2008 waren es noch 0.4, 0.22 respektive 0.19 Nächte. Die entsprechende Kennzahl hat sich für Graubünden um zwölf Prozent, für das Berner Oberland um elf Prozent und das Tessin um fast zehn Prozent verschlechtert.

Doch damit nicht genug: Schauen wir über die Grenze, so hat die durchschnittliche Nächtigungszahl von Schweizern stark zugenommen: Im Südtirol um 28 Prozent, in Vorarlberg und im Tirol um einen Viertel, in Bayern um 27 Prozent und im Schwarzwald gar um 39 Prozent.

Vorarlberg und Tirol verzeichneten 2012 zusammen 21.1 Prozent mehr schweizerische Logiernächte als Graubünden. Noch 2008 waren es 14.3 Prozent weniger als im Bündnerland. Die "Loyalität" der Schweizer Gäste ist reines Wunschdenken!


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