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Wirteverband Basel-Stadt

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22.10.2013

Höchstwert an Gästeankünften

Tiroler Sommertourismus floriert

Mit rund 16.8 Millionen Übernachtungen (+1.8%) und knapp 4.3 Millionen Ankünften (+4.1%) verzeichnete der Tiroler Tourismus im Zeitraum Mai bis einschliesslich September deutliche Zuwächse gegenüber dem Vorjahr. Die Sommersaison liegt damit im langjährigen Vergleich bei den Ankünften an erster Stelle. Bei den Nächtigungen wurde das beste Ergebnis seit 1995 erzielt.

Die Aufenthaltsdauer liegt in den ersten fünf Monaten der Sommersaison 2013 bei durchschnittlich 3.9 Tagen und ist damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (4.0 Tage) neuerlich leicht gesunken. Insgesamt machen die Nächtigungen von Mai bis September rund 90% der Sommersaison aus.

"Die erfreuliche Sommerbilanz ist eine positive Bestätigung für die Marke Tirol und ein aussagekräftiger Beleg, dass die landesweite Offensive für den Tiroler Bergsommer greift", freut sich Landeshauptmann Günther Platter. Daher werde man die Investitionen in wichtige Themenfelder wie das Wandern, Radfahren und Klettern weiter forcieren, um die Infrastruktur zu optimieren. Darüber hinaus gelte es, auch im Jugendbereich anzusetzen, da habe Tirol noch Aufholbedarf.

Mit "Young Tirol" gebe es aber bereits eine gute Initiative, um verstärkt Sommer- und Wintersportwochen der Schulen nach Tirol zu holen. Für die kommende Wintersaison ist Platter optimistisch: "Starke Investitionen und die positive Einschätzung der Betriebe lassen auf ein gutes Ergebnis hoffen", so Platter.

"Der anhaltende Erfolg der Tourismuswirtschaft", zeigt sich auch Josef Margreiter, Geschäftsführer der Tirol Werbung, überzeugt, "ist insbesondere auf die hohe Qualität sowie das Engagement unserer Touristiker zurückzuführen". Fakt sei aber auch, dass der Tourismus ohne die erfolgreiche Internationalisierung sich nicht derart positiv entwickeln hätte können. Verstärktes Augenmerk müsse die Branche auf positive Wertschöpfungsentwicklung legen, um wichtige Innovations- und Investitionsvorhaben weiterhin realisieren zu können.

Harald Ultsch, Spartenobmann für Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschafskammer Tirol (WKO), unterstreicht Margreiters Fingerzeig in Sachen besserer Wertschöpfung: "Ohne Erträge gibt es auch weniger Investitionen, von denen insbesondere das heimische Gewerbe und Handwerk profitiert und zahlreiche Arbeitsplätze sichert." Daher bittet Ultsch um Verständnis für die dazu nötigen Preisanpassungen, die heimische Betriebe auch diesen Winter durchführen müssen.

Plus bei den wichtigsten Märkten

Obwohl der September bei den Nächtigungen (-1.9%) und den Ankünften (-3.0%) Rückgänge aufweist, brachte die bisherige Sommersaison Rekordwerte: Mit rund 16.8 Millionen Nächtigungen (+1.8%) und knapp 4.3 Millionen Ankünften (+4.1%) wurde bei den Nächtigungen das beste Ergebnis seit 1995 und bei den Ankünften das bisher beste Ergebnis der Tourismusgeschichte erzielt.

Der mit Abstand wichtigste Herkunftsmarkt Deutschland wuchs bei den Übernachtungen um 1.5% und bei den Ankünften um +3.8%. Zugewinne verzeichneten Tirols Touristiker ausserdem bei Gästen aus Italien (+1.3% Übernachtungen), Belgien (+4%), Frankreich (+1.6%), Grossbritannien (+9.2%), Dänemark (+4.6%) und Tschechien (+9.6%).

Schweizer Gäste sorgten für eine Zunahme bei den Ankünften (+1.9%), während die Übernachtungen stagnierten. Gäste aus Österreich brachten Steigerungen bei den Ankünften (+0.8%) und leichte Rückgänge bei den Nächtigungen (-0.5%). Ähnlich verhält es sich bei den Niederländern (Ankünfte +1.6%, Übernachtungen -0.1%).

Die höchsten Nächtigungszuwächse im Tiroler Sommer verzeichneten erneut die privaten Ferienwohnungen (+5.5% Übernachtungen) und die gewerblichen Ferienwohnungen (+3.3%). Leichte Zuwächse gab es auch in der Fünf- und Vier-Stern-Hotellerie (+1.9%) und bei den Ein- und Zwei-Stern- Hotels (+0.7%). Relativ konstante Ergebnisse zeigten sich bei den Drei-Stern-Hotels (-0.2%). Leichte Nächtigungsrückgänge gab es bei den Privatquartieren (-2.0%).

Für kommenden Winter optimistisch

Nach dem vergangenen Rekordwinter mit 26.2 Millionen Nächtigungen und knapp 5.4 Millionen Ankünften sowie dem starken Sommer sind die heimischen Tourismusbetriebe für den herannahenden Winter optimistisch. Den Startschuss in die wichtigste Jahreszeit bildet traditionell der Weltcupauftakt in Sölden im Ötztal.

Angesichts der aktuellen Buchungslage zeigen sich acht von zehn Tiroler Unterkunftsbetrieben derzeit mit der Buchungslage für die kommende Wintersaison zufrieden oder sehr zufrieden. Sie sind damit deutlich optimistischer als im vorangegangenen Jahr. Und das, obwohl der Spätbucher-Trend ungebrochen anhält. Mindestens ein Viertel aller Gäste bucht ihren Urlaub erst frühestens zwei Wochen vor Reiseantritt.

Insgesamt erwarten drei Viertel der Betriebe, den Umsatz des Vorjahres halten oder gar verbessern zu können. Hinsichtlich der Buchungslage in den wichtigsten Herkunftsmärkten zeigen sich die befragten Hoteliers ebenfalls zufrieden. Vor allem Deutschland, Österreich, die Niederlande und der nach wie vor wachsende russische Markt haben sich gut entwickelt und verzeichnen eine überdurchschnittliche Buchungslage.

Internationalisierung als Schlüssel zum Erfolg

Für die Entwicklung des Tiroler Tourismus stellen die Internationalisierung sowie die Diversifizierung der Herkunftsmärkte massgebliche Erfolgsfaktoren dar. Mit rund zehn Millionen Gästen aus 80 verschiedenen Herkunftsländern ist Tirol bereits auf einem guten Weg. "Waren vor zehn Jahren noch sechs Märkte für 90 Prozent der Gesamtnächtigungen verantwortlich, so verteilt sich dieser Anteil mittlerweile auf zehn Herkunftsmärkte", macht Josef Margreiter deutlich.

Großes Potenzial liegt weiterhin in den Märkten Osteuropas – allen voran Russland – auch wenn die Zahlen nicht mehr so rasant steigen. Harald Ultsch nennt die Alpen Tourismusmesse "the Alps", die heuer in Chamonix stattfand, als positives Beispiel: "Es hat sich einmal mehr gezeigt, wie sinnvoll diese Initiative war und ist. Zahlreiche neue Einkäufer aus dem asiatischen und arabischem Raum haben bewiesen, dass mit einer gemeinsamen Verkaufsplattform aller Alpenregionen auch die Internationalisierung noch weiter erfolgreich unterstützt werden kann."

Auch die Olympischen Winterspiele in Sotschi im Februar 2014 bieten die Chance, auf diesen wichtigen internationalen Märkten Impulse zu setzen. So wird die Tirol Werbung die lange Tradition werbewirksamer Auftritte im Rahmen sportlicher Grossveranstaltungen in Russland fortsetzen. Gemeinsam mit dem Österreichischen Olympischen Comité (ÖOC) wird im so genannten Mountain Cluster in Sotschi das "Austria Tirol House" inszeniert. Dort, rund 50 km von der Küstenstadt Sotschi entfernt, finden die Alpin- und Freestylebewerbe sowie die Entscheidungen der nordischen Athleten und jene im Eiskanal statt.


 

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