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Wirteverband Basel-Stadt

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19.05.2016

Kampf gegen die Hochpreisinsel

Oliver Müller von Swissmechanic über missbräuchliche Schweiz-Zuschläge

Der Frankenschock sei ein gutes Fitnessprogramm für die Schweizer Wirtschaft. Wer die Hausaufgaben mache, komme effizient und gestärkt aus der Krise heraus. So lassen sich die fundamentalen Optimisten vernehmen. Gegen positives Denken ist nichts einzuwenden, solange der Blick auf die Realität nicht vernebelt wird.

Für die Mehrheit der exportierenden KMU sieht die Realität anders aus, wie das Beispiel der produzierenden Industrie zeigt. Die rund 1400 Mitgliedsunternehmen von Swissmechanic, dem Arbeitgeberverband der KMU in der MEM-Branche (Maschinen-, Elektro- und Metall-Branche), erleben seit Jahren den Niedergang ihrer Margen.

Wer sich vor dem 15. Januar 2015 noch über Margen zwischen zwei bis vier Prozent freuen konnte, ist seit der Aufhebung des Mindestkurses im Überlebenskampf-Modus. Einem Drittel geht es gut, ein Drittel musste massive Massnahmen ergreifen und ein Drittel schreibt Verluste.

Haben Sie schon mal versucht einer ausgepressten und ausgetrockneten Zitrone Saft zu entlocken? Viele KMU in unserem Land müssen genau dieses Kunststück vollbringen. Was nun? Für die grossen Konzerne ist Auslagerung ein Gebot der Stunde. Am Anfang waren es vor allem Massenproduktionen, mittlerweile sprechen wir ebenso von Administration, Buchhaltung oder IT.

Der Franken ist zu stark, der Euro zu schwach, die Preise und Löhne zu hoch und umrahmt wird das Ganze von einer schleppenden Weltkonjunktur. Ein Horrorszenario für eine teure Exportnation wie die Schweiz. Es bleibt den KMU nichts anderes übrig, als den Verkauf zu stärken und die wenigen verbleibenden Kostenschrauben mit aller Kraft zu drehen.

Der Import ist eine Kostenstelle mit Potenzial. Jahrzehntelang haben wir uns missbräuchliche Schweiz-Zuschläge gefallen lassen. Es ist an der Zeit sich dagegen zu wehren, weil in der Krise jeder Strohhalm zählt. Gastronomie, Tourismus, Detailhandel oder Industrie – überhöhte Importpreise belasten uns alle.

Swissmechanic ist an vorderster Front bei der Lancierung eines Fitnessprogramms der etwas anderen Art. Präsentiert das Parlament keine Lösung, unterstützen wir die Lancierung der Initiative "Stopp der Hochpreisinsel – für faire Preise". Helfen Sie mit, damit auch Sie an der Kostenschraube drehen können. Besten Dank.

Oliver Müller
Direktor Swissmechanic

Oliver Müller, Direktor von Swissmechanic.


 

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