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Wirteverband Basel-Stadt

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20.05.2017

Glutenfreie Ernährung - ein merkwürdiger Trend

Für gesunde Menschen nicht zu empfehlen

Nur etwa ein Prozent der Bevölkerung leidet an einer Unverträglichkeit für Gluten, auch Zöliakie genannt. Tatsächlich verzichten aber immer mehr Menschen auf das Klebereiweiss in ihrer Ernährung, da sie sich davon einen gesundheitlichen Vorteil versprechen. Das hat sich in Deutschland, aber vor allem auch in den Vereinigten Staaten zu einem grossen Trend entwickelt. Aber wie sinnvoll ist das?

Zwei Beobachtungsstudien aus den USA haben nun gezeigt, dass eine glutenfreie Kost für Gesunde sogar bedenklich sein kann. Denn mit dem Klebereiweiss werden meist auch wertvolle Vollkornprodukte aus der Ernährung verbannt, die sich positiv auf die Herzgesundheit auswirken.

Zöliakie ist eine Krankheit, bei der das Klebereiweiss Gluten bereits in kleinsten Mengen die Dünndarmschleimhaut schädigt. Eine glutenfreie Ernährung ist für die Betroffenen die einzige Möglichkeit, um schmerzhafte Entzündungen und langfristig eine Mangelernährung zu verhindern. Das Klebereiweiss ist in verschiedenen Getreidearten wie Weizen, Roggen und Gerste enthalten. Langfristig kann Zöliakie die Entstehung weiterer Erkrankungen begünstigen.

Für ihre Studie hatten die Wissenschaftler der Universität von Columbia Daten von mehr als 100’000 Männern und Frauen ausgewertet, die im Gesundheitswesen beschäftigt waren. Zu Studienbeginn litten sie weder an einem Herzleiden noch an Zöliakie. Die Probanden machten regelmässig Angaben zu ihren Ernährungsgewohnheiten, um die Glutenaufnahme berechnen zu können.

Im Laufe des Beobachtungszeitraums von 26 Jahren wurde bei 2431 Frauen und bei 4098 Männern eine koronare Herzkrankheit (KHK) diagnostiziert. Die KHK ist eine Erkrankung der Herzkranzgefäße, die für die Blutversorgung des Herzens zuständig sind. Durch Ablagerungen werden sie immer enger.
Der zunehmend gestörte Blutfluss kann zu Herzrhythmusstörungen und einem Herzinfarkt führen.

Die Menge des aufgenommenen Klebereiweisses hatte keinen nachweisbaren Einfluss auf das Erkrankungsrisiko, berichten die Wissenschaftler im British Medical Journal (BMJ). Eine weiterführende Analyse liess vermuten, dass eine glutenarme Kost sogar zu einem geringeren Verzehr von herzgesunden Vollkornerzeugnissen führen kann.

Allerdings gaben die Autoren zu bedenken, dass es sich um reine Beobachtungsstudien handelt, die keine ursächlichen Beziehungen nachweisen können. Weitere Untersuchungen sollen folgen, um möglichen Auswirkungen des Glutenverzehrs auf andere chronische Leiden wie Krebs auf den Grund zu gehen.

Heike Kreutz / bzfe


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