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Wirteverband Basel-Stadt

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16.01.2018

Der virtuelle Sport boomt

Chance für Tourismusunternehmen

Die Tourismusbranche sollte sich neben klassischen Sportarten auch um neue Eventformate kümmern. Der virtuelle Sport, auch eSport genannt, boomt.

Das Spielen von Computerspielen als sportlicher Wettkampf, ist die am schnellsten wachsende Sportart der Welt. Sie bekommt sogar bei den Asienspielen 2022 eine grosse Bühne und wird zur Olympischen Disziplin. Damit ist das elektronische Zocken weder Kinderkram noch ein «Nerd-Thema», sondern ein Tummelplatz für attraktive Zielgruppen. Das begreifen immer mehr traditionelle Wirtschaftsunternehmen. Und auch die Tourismusbranche wird vom Hype profitieren.

«Sport und Tourismus sind gerade in Alpenregionen nicht voneinander zu trennen. Die Tourismusbranche muss sich aber auch den neuen Sport- und Eventformaten öffnen», meint Hans-Willy Brockes, der Veranstalter des neu gegründeten «Sport-Tourismus-Forums». Am Kongress in St. Gallen werden neben klassischen Sportarten wie etwa Biken gezielt auch neue Formate wie eSport, virtuelle Klettertouren, Drohnenrennen und Gaming-Hotels vorgestellt. «Die Bedürfnisse der Urlauber sind zwar dieselben geblieben, aber viele Sportarten haben sich durch die Digitalisierung verändert», sagt Brockes.

Für die Tourismusbranche sieht Daniel Luther, eSport Consultant und ehemaliger eSport-Weltmeister enormes Potential. Mittelgrosse eSport-Events, wie die LAN-Events, ziehen in der Schweiz bereits mehr als 1300 Teilnehmer an. «Solche Events sind für viele Tourismusregionen logistisch zu stemmen», sagt Luther. In Fernost sind eSportler Stars, die man auf der Strasse erkennt. Inzwischen füllen eSport-Wettbewerbe die grossen Arenen in Hamburg, Köln und Berlin. Mega-Events wie das «Intel Extreme Masters» in Katowice locken sogar 173’000 Besucher in die Region.

Ein gelungenes Beispiel für die Symbiose von virtuellem Zocken und Tourismus ist Europas erstes Gaming-Hotel «The Arcarde» in Amsterdam. In Asien wächst die Anzahl der Zocker-Hotels. «Ich bin mir sicher, dass dieser Weg von vielen Hotels in den nächsten Jahren gegangen wird», so Luther.

Unter dem Motto «Aktiv. Digital. International» werden am 19. Januar 27 Experten in spannenden Vorträgen und Diskussionsrunden über Trends und Erfolgsmodelle berichten. Der Kongress «Sport-Tourismus-Forum» ist der Auftakt für die Ferienmesse «Grenzenlos» in St. Gallen, bei der sich Vertreter der Tourismus- und Sportbranche aus dem gesamten deutschsprachigen Raum sowie rund 35'000 Besucher treffen.


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