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Wirteverband Basel-Stadt

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10.12.2010

Lebensmittelkontrollen auf einem Bauernmarkt

Was passiert, wenn man sich mit der Agrar-Lobby anlegt

Boltigen ist eine hübsche kleine Gemeinde im Obersimmental, unterhalb des Jaunpasses. An einem Wochenmarkt sorgten Lebensmittelkontrolleure für böses Blut. Sie verteilten Bussen, die von den Marktfahrern und Bauern als kleinlich empfunden wurden.

Es ging beispielsweise um nicht protokollierte Kühltemperaturen oder um Deklarationen, die nicht vollständig waren. Im Gastgewerbe gehören solche Beanstandungen beinahe zum Alltag. Doch die Marktleute und Bauern sind sich eine solche Behandlung offenbar nicht gewöhnt. Die Reaktion liess nicht lange auf sich warten.

Der Oberländer BDP-Grossrat Peter Eberhart stellte bei der Beratung über das Budget 2011 den Antrag, den Etat des kantonalen Laboratoriums um eine gute Million auf acht Millionen Franken zu senken. Eberhart fand bei seinen Recherchen heraus, dass die kantonale Lebensmittelmittelkontrolle 2009 bei 10'000 Inspektionen 6500 Beanstandungen machte – und so fast eine Million Franken einnahm.

Die Lebensmittelkontrolle sei personell überdotiert, folgerte der Grossrat. Sie habe daher genug Zeit, auch Kleinigkeiten nachzugehen. Ihr Hauptziel scheine, Gebühren zu generieren. Seine Argument drangen durch: Der Antrag auf Budgetkürzung wurde mit 84 zu 53 Stimmen gutgeheissen.



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