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Wirteverband Basel-Stadt

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12.12.2013

Ernährung ist umweltfreundlicher als vor 20 Jahren

Allerdings nimmt Lebensmittelverschwendung zu

Weniger Fleisch und Wurst, mehr Getreideprodukte, Obst und Gemüse. Die heutige Ernährung ist nicht nur gesünder, sondern auch umweltfreundlicher als noch vor zwanzig Jahren. So lautet das Resultat einer Studie der Universität Halle. Allerdings wird verschwenderischer mit Lebensmitteln umgegangen, was wiederum der Umwelt schadet.

Für ihre Studie hatten die Wissenschaftler repräsentative Daten der beiden nationalen Verzehrstudien ausgewertet, die in den Jahren 1985 bis 1989 und im Jahr 2006 durchgeführt wurden. In beiden Studien wurden je rund 20'000 Menschen in Deutschland ausführlich zu ihrem Ernährungsverhalten befragt.

Die Auswertung hat gezeigt, dass sich die Ernährungsweise im Laufe der Jahre den offiziellen Ernährungsempfehlungen angepasst hat. Das gilt insbesondere für Frauen, die sich eher nach diesen Regeln richten. Die Deutschen essen demnach durchschnittlich weniger Fleisch und Wurstwaren, dafür mehr Getreideprodukte, Obst und Gemüse.

Das ist nicht nur gut für die Gesundheit, sondern auch für die Umwelt. So sind im Vergleich 1985 bis 1989 zu 2006 die Kohlendioxid- (2.28 t zu 2.05 t pro Person und Jahr) und Ammoniakemissionen (7.7 kg zu 6.5 kg pro Person und Jahr) gesunken. Es wird weniger Land für die Ernährung in Anspruch genommen (2.444 m2 zu 2.098 m2 pro Person und Jahr).

Auch der primäre Energieverbrauch ist von 14.0 auf 13.5 Gigajoule pro Person und Jahr gesunken. Im Gegensatz dazu ist der Wasserverbrauch im Vergleich zu den 1980er-Jahren gestiegen (24.9 m3 zu 28.4 m3 pro Person und Jahr).

Das liegt vor allem daran, dass Obst, Nüsse und Gemüse häufig aus südlichen Ländern eingeführt werden. Früchte kommen zum Beispiel überwiegend aus Spanien und Italien. In trockenen Gebieten ist Wasser eine knappe Ressource, erklären die Wissenschaftler. Mit dem Kauf von heimischer Ware kann jeder Verbraucher diesem Trend entgegen wirken und die Umwelt entlasten.

Ein weiterer Punkt ist der verschwenderische Umgang mit Nahrungsmitteln, der seit den 1980er-Jahren zugenommen hat. Nach aktuellen Schätzungen werden in Deutschland pro Jahr 10 bis 20 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Das ist auch ein ökologisches Problem, da für die Erzeugung und die Vernichtung der Waren Rohstoffe, Energie und Wasser notwendig sind.

Heike Kreutz / aid



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