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Wirteverband Basel-Stadt

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26.05.2020

Umfrage bestätigt dramatische Lage der Gastronomen

Deutscher Gaststättenverband fordert Rettungsfonds

Das deutsche Gastgewerbe kämpft ums Überleben. Seit März gingen 80 Prozent des Umsatzes verloren. Die Öffnung der Betriebe ist meist nicht wirtschaftlich. Der Branchenverband Dehoga fordert einen Rettungsfonds.

Nach der Wiedereröffnung der Restaurants und Cafés fällt die Bilanz der Wirte erschreckend aus. 81.5 Prozent der Betriebe geben an, dass ein wirtschaftliches Handeln unter Berücksichtigung der Corona-bedingten Auflagen nicht möglich ist. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) hervor.

Danach erzielten 78.3 Prozent der Betriebe in den ersten Tagen nach dem Neustart nur maximal 50 Prozent der sonst üblichen Umsätze. «Auch wenn die Betriebe wieder Gäste bewirten dürfen, stehen sie aufgrund der geltenden Abstandsgebote und Kontaktbeschränkungen mit dem Rücken zur Wand», erklärt Dehoga-Präsident Guido Zöllick die Umfrageergebnisse. «Die aktuellen Zahlen beweisen die katastrophale Ausnahmesituation, in der sich die Branche nunmehr seit fast drei Monaten befindet.»

Zöllick appelliert an die Politik: «Ein Rettungsfonds mit direkten, nicht rückzahlbaren Finanzhilfen, wie wir diesen bereits seit März fordern, ist überlebensnotwendig.» Andernfalls stünden Zigtausende Betriebe und Hunderttausende Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Nach der Wiedereröffnung berichten 83.5 Prozent der Betriebe, dass sich ihre Umsatzerwartungen nicht erfüllt hätten. So meldet fast jedes dritte Restaurant (31.9 Prozent) lediglich einen Umsatz zwischen 25 und 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 29.1 Prozent der Betriebe kommen auf einen Umsatz zwischen 10 und 25 Prozent der Vorjahreswerte. 17.3 Prozent der Betriebe erzielen sogar weniger als 10 Prozent der Normalumsätze. Nur bei 21.8 Prozent der Befragten lagen die Umsatzverluste bei weniger als 50 Prozent.

Das Ausmass der dramatischen Betroffenheit wird deutlich bei der Antwort auf die Frage nach den Corona-bedingten Umsatzeinbussen seit dem 1. März. So beklagen die Betriebe durchschnittliche Umsatzverluste in Höhe von 80 Prozent. Bezogen auf das Gesamtjahr rechnen die Betriebe mit einem Umsatzrückgang von mindestens 55 Prozent. «Keine oder nur geringe Einnahmen bei laufenden Fixkosten verdeutlichen die existenzielle Betroffenheit nahezu aller Betriebe», macht Zöllick deutlich und ruft die Politik zum schnellen Handeln auf.

Guido Zöllick, Dehoga

Guido Zöllick: «Die aktuellen Zahlen beweisen die katastrophale Ausnahmesituation.» Dehoga / Svea Pietschmann


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