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17.05.2020

Was wir bei einer zweiten Welle anders machen sollten

Der Wahnsinn der letzten beiden Monate darf sich nicht wiederholen

Wird es eine zweite Welle geben? Ich weiss es nicht. Auch die Wissenschaft ist sich uneins. Klar ist aber, dass es keine Wiederholung des kompletten Lockdowns geben darf. Die Folgen wären verheerend.

Was in den letzten beiden Monaten ablief, grenzte an Wahnsinn. Es beschädigte unsere Wirtschaft und unseren Wohlstand enorm. Zu solch massiven Einschränkungen unserer Freiheit darf es nicht noch einmal kommen: Politik und Gesellschaft sollten deshalb überlegen, was bei einer grossen zweiten Welle zu tun wäre.

Wagen wir es, die Welle über uns hinwegrollen zu lassen? Beschränken wir uns auf die griffigsten Massnahmen? Werden wir erneut überreagieren? Die Reaktionen waren zwar angesichts der schlimmen Bilder aus dem Ausland verständlich und verzeihlich. Doch sie waren übertrieben, wie wir heute wissen: Viele Spitäler blieben leer und mussten sogar Kurzarbeit anmelden.

Zum Glück leben wir in einem Land mit einem gut aufgestelltem Gesundheitssystem. Die Ausgangslage war diesbezüglich weit besser als in Italien, Spanien oder Grossbritannien. Bei uns kam zu keinen nennenswerten Engpässen an Intensivbetten und Beatmungsgeräten.

Es war jedoch einzig die Angst vor solchen Engpässen, die die drastischen Massnahmen haben legitim erscheinen lassen. Dafür haben wir die Grundrechte eingeschränkt, an der Verfassung geritzt, berufliche Existenzen vernichtet und eine massenhafte Arbeitslosigkeit in Kauf genommen.

Da viele andere medizinische Eingriffe unterblieben, haben viele Menschen gelitten und vielleicht sogar mit ihrem Leben bezahlt. Nicht unterschätzen dürfen wir die grossen gesundheitlichen Schäden, die Depressionen anrichten, von denen viele wegen der trostlosen Zukunftsaussichten gequält werden. Bis hin zu Suiziden.

Auch eine zweite Welle wird nicht zu einem Zusammenbruch unseres Gesundheitssystems führen. Wir haben viel dazu gelernt und können uns gut auf eine zweite Welle vorbereiten. Es gibt deutliche Anzeichen, dass gewisse Medikamente sich positiv auswirken. Die Zuverlässigkeit von Schnelltest nimmt zu. Wir beschaffen nun Schutzmaterial, Arzneimittel und Sauerstoffgeräte auf Vorrat, die bei der ersten Welle nicht ausreichend vorhanden waren. Die Tracing-Methoden werden verfeinert und erlauben eine schnellere Isolierung potentieller Virenträger.

Es mag sinnvolle Massnahmen geben, die bei einer zweiten Welle nötig werden, um die Infektionsausbreitung zu verlangsamen. Dazu gehört es wohl, Grossveranstaltungen abzusagen und die Altersheime zu isolieren. Noch einmal Schulen, Kulturbetriebe, Flughäfen, Restaurants und die meisten Geschäfte zu schliessen, muss sich aber vermeiden lassen. Eine solch massive Stilllegung der Wirtschaft wäre irrational und unverhältnismässig.

Wir dürfen unsere Welt, die Zukunft unserer Jungen nicht aufs Spiel setzen. Das hätte auf lange Zeit hinaus schwerwiegende Folgen!

Maurus Ebneter
Präsident Wirteverband Basel-Stadt


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