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Wirteverband Basel-Stadt

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15.04.2021

Geschlossene Clubs führen zu mehr Lärmklagen!

Nachtleben verlagert sich ins Private oder in den öffentlichen Raum

Eine Lärmklagen-Statistik der Stadt Zürich zeigt, dass im Corona-Jahr 2020 Lärmklagen deutlich zunahmen, obschon Bars und Clubs weitgehend geschlossen waren oder bereits um 23 Uhr schliessen mussten.

In einer schriftlichen Anfrage erkundigten sich die Gemeinderäte Alan David Sangines (SP) und Luca Maggi (Grüne) bei der Stadtregierung zum Umgang mit Lärmklagen gegen Club- und Barbetriebe. Die Antwort der Verwaltung ist eindeutig: Lärmklagen aus der Bevölkerung haben seit März 2020 im Verhältnis zu den Vorjahren deutlich zugenommen.

Bei der Einsatzzentrale der Stadtpolizei sind 2020 über 9100 Anrufe eingegangen, bei denen sich die anrufenden Personen über Lärm beklagt haben. Das ist eine Zunahme von 49 Prozent gegenüber 2019.

2020 hatten lediglich rund 540 dieser Beschwerden (6 Prozent) einen Bezug zu einem gastgewerblichen Betrieb. In den vergangenen Jahren lag dieser Anteil jeweils im Bereich zwischen 10 und 14 Prozent (620 im Jahr 2015 und 840 im Jahr 2018). Die vom Bundesrat verordneten Schliessungen und Einschränkungen zwecks Bekämpfung des Coronavirus sind eine naheliegende Erklärung für den anteilsmässigen Rückgang.

Die überwiegende Mehrheit der Lärmklagen (etwa 80 Prozent) bezieht sich jeweils auf Lärm im privaten Umfeld, auf der Strasse, auf Plätzen oder in Parkanlagen. Seit dem Frühjahr 2020 haben vor allem die Lärmklagen aus dem privaten Umfeld überproportional zugenommen und umfassen derzeit etwa 90 Prozent aller Klagen.

Der Anteil der Klagen während der Nachtruhe blieb dabei stabil (19 Prozent total). 83 Prozent der Lärmklagen mit Bezug zum Gastgewerbe gingen während der Nachtruhezeiten ein.

«Das Nachtleben hat sich aufgrund der behördlichen Einschränkungen zur Bekämpfung des Coronavirus weg von Bars, Clubs usw. in das private Umfeld und in den öffentlichen Raum verschoben», schreibt die Regierung in ihrer Antwort an die beiden Gemeinderäte. «Es werden häufiger Partys in Wohnungen und auf Balkonen oder Terrassen gefeiert und die Leute halten sich vermehrt und länger im Freien auf.»

Die Statistik der Stadt Zürich zeigt, wie die Lärmklagen ab März 2020 trotz oder wegen geschlossener Unterhaltungsbetriebe zunahmen.


 

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