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16.10.2026

Markenhotellerie auf Rekordniveau

Fast 4 von 10 Hotelzimmer im DACH-Raum entfallen auf Ketten

Die Markenhotellerie in Deutschland, Österreich und der Schweiz erreicht einen Höchststand: Inzwischen entfallen 39% des gesamten Zimmerangebots in der DACH-Region auf Markenhotels. Das zeigt der aktuelle «Hotel & Chains Report 2026» der Beratungsfirma Horvath.

Die DACH-Region zählt 4287 Kettenhotels mit insgesamt 552’132 Zimmern. Das sind 5% mehr Zimmer als noch vor einem Jahr. Der Anteil der Kettenhotellerie am gesamten Zimmerangebot stieg von 36.6% auf 39.3%. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der Hotelmarken von 373 auf 405.

Der Anteil der Markenhotellerie am Zimmerangebot liegt in Deutschland bei 45.5%, in der Schweiz bei 35.6% und in Österreich bei 20.7%. Österreich verzeichnete das stärkste Wachstum: Die Zahl der Zimmer in Kettenhotels stieg um 12% auf insgesamt 60’851.

Der Hotelkonzern Accor betreibt in der DACH-Region 59’505 Zimmer und liegt damit vor IHG Hotels & Resorts mit 38’369 Zimmern und Marriott International mit 37’019 Zimmern. B&B Hotels ist mit 27’705 Zimmern die grösste Hotelmarke in der DACH-Region.

Wachstum im Budget- und Midscale-Segment

Vor allem Konzepte vom Economy- bis zum Upper-Midscale-Segment treiben das Wachstum voran. Das Upper-Midscale-Segment ist mit 156’107 Zimmern das grösste Segment der Markenhotellerie. Gleichzeitig gewinnen Serviced-Apartment-Anbieter wie Limehome, Smartments und Numa an Bedeutung.

Die Entwicklungspipeline wird kleiner: Die Zahl der im Bau befindlichen Hotelzimmer ist von rund 30’000 auf etwa 29’000 zurückgegangen. Die Baukosten sind innerhalb von zwölf Monaten um rund 5% gestiegen, während die Zinsen für Baufinanzierungen derzeit zwischen 3.6% und 4.2% liegen. Berlin, Hamburg und Wien führen die Entwicklungspipeline an.

Das Transaktionsvolumen im Hotelimmobilienmarkt erreichte 2025 in Deutschland 1.84 Mrd. Euro (+40%), in Österreich rund 480 Mio. Euro (+43%) und in der Schweiz mit etwa 428 Mio. Euro einen neuen Rekordwert.

Wirtschaftlicher Druck verändert den Markt

Die Auflösung von Revo Hospitality sowie die Insolvenzen von Lindner Hotels und Achat Hotels eröffnen neue Chancen für Hotelkonversionen und den Eintritt neuer Marken. Bei Projekten mit White-Label-Betreibern erwarten Finanzierungspartner inzwischen eine Eigenkapitalquote von mindestens 30%, mit Tendenz in Richtung 40%.

Der Erfolg ausserhalb der A-Städte hängt massgeblich von der jeweiligen Nachfragestruktur ab. In B-, C- und D-Lagen erzielen Hotels insbesondere dann eine starke Performance, wenn ausreichende Tagungs- und Veranstaltungskapazitäten, eine Online-Bewertung von über 8.0 sowie mindestens zwei voneinander unabhängige Nachfragequellen zusammenkommen.

Situation in der Schweiz

Die Schweiz zählt 536 Kettenhotels mit 51’050 Zimmern, 3% mehr als vor einem Jahr. Die Kettenpenetration nach Zimmern stieg von 34.2% auf 35.6%. Heimische und internationale Ketten betreiben jeweils 268 Hotels, internationale Marken halten jedoch rund zwei Drittel der Kettenzimmer.

Accor führt mit 10’581 Zimmern vor Marriott International, das seine Zimmerzahl um 21% steigerte. Die grössten heimischen Gruppen sind Michel Reybier Hospitality, die Davos Klosters Bergbahnen und Hotels by Fassbind.

Genf (7931 Zimmer) und Zürich (7640) sind die grössten Kettendestinationen, Genf führt mit 1346 Zimmern auch die Pipeline an. Grösster institutioneller Eigentümer ist UBS Asset Management mit 3066 Zimmern.

horwathhtl.com

Bild: horwathhtl.com


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