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Wirteverband Basel-Stadt

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23.03.2011

US-Gastronomen setzen auf elektronische Bestellungen

Mobil-Applikationen und Self-Ordering auf dem Vormarsch

Eine Untersuchung über elektronische Bestellmöglichkeiten bei 326 US-amerikanischen Restaurantketten zeigt, dass viele Unternehmen in den Segmenten "Fast Casual" und "Quick Service" mit Online-Bestellungen arbeiten, allerdings kaum via Facebook.

Die Studie "Online, Mobile and Text Ordering in the U.S. Restaurant Industry" erschien im Cornell Center for Hospitality Research (CHR). Sie zeigt, dass etwas weniger als die Hälfte der Fast-Casual-Restaurants (diesem Segment könnte man in der Schweiz beispielsweise Tibits oder Vapiano zuordnen) sowie mehr als ein Fünftel der Schnellverpflegungsketten mit Internet-basierten Bestellungen arbeiten. Besonders verbreitet ist dieser Vertriebsweg bei Pizza- und Sandwichketten.

"Bei den Applikationen für Mobiltelefone ist das Bild etwas gemischt", sagt Sheryl E. Kimes, Professorin am CHR. "Quick-Service- und Fast-Casual-Ketten sind relativ stark bei den Apps, aber nur etwa ein Drittel von ihnen offerieren tatsächlich die Möglichkeit, Bestellungen aufzugeben", erläutert Kimes. Über alles gesehen, haben 16 Prozent der amerikanischen Restaurantketten Mobil-Applikationen. "Wir glauben, dass sich hier grosse Chancen auftun", so Kimes.

Mitautor Philippe F. Laqué weist auf Facebook als eine andere Gelegenheit hin. "Obwohl fast jede Kette auf Facebook präsent ist, erlauben nur drei Prozent Bestellungen über diesen Kanal", sagt er. "Andererseits sind elektronische Bestellungen halt nicht für jede Kette geeignet. Wohl deshalb fanden wir praktisch keine gehobenen Speiselokale mit solchen Bestellmöglichkeiten."

Kimes und Laqué erwähnen die Vorzüge und Herausforderungen im Bereich der elektronischen Bestellungen. Zu den Vorteilen gehört das zusätzliche Umsatzpotential, vor allem durch das automatisierte Vorschlagen von Zusatzverkäufen. Als Nachteil kann sich die Überlastung der Küche durch zusätzliche Bestellungen während der Spitzenzeiten erweisen.

Jüngere Restaurantkunden haben eine besondere Affinität für elektronische Bestellmöglichkeiten. Die Autoren gehen deshalb davon aus, dass viele Gäste die Möglichkeit, per SMS oder Mobil-Applikation bestellen zu können, wohl schon bald voraussetzen werden.

Eine weitere Studie wird nun Ergebnisse von Konsumentenbefragungen auswerten. Eine dritte Arbeit wird die konkreten Erfahrungen von Fast-Casual- und Quick-Service-Restaurants mit elektronischen Bestellungen zum Thema haben.

Sheryl E. Kimes und Philipp F. Laqué:
Online, Mobile and Text Ordering in the U.S. Restaurant Industry



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