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Wirteverband Basel-Stadt

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04.02.2015

Campylobacter stabil, Listerien nehmen zu

Lebensmittelbedingte Erkrankungen

Campylobacter-Infektionen sind europaweit die am häufigsten gemeldeten lebensmittelbedingten Erkrankungen. Die Zahl der Fälle ist im Vergleich zum Vorjahr aber leicht gesunken. Infektionen mit Listerien haben zugenommen, während Salmonellosen weniger häufig auftreten. Das geht aus einem Kurzbericht der EU über Entwicklungstendenzen und Quellen von Zoonosen, Zoonoseerregern und lebensmittelbedingten Ausbrüchen im Jahre 2013 hervor.

Die gemeinsame Veröffentlichung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und des Europäischen Zentrums zur Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ecdc) basiert auf Daten von 32 europäischen Ländern zu 16 Zoonosen. Als Zoonose bezeichnet man Erkrankungen, die direkt oder indirekt zwischen Mensch und Tier übertragen werden können.

Im Jahr 2013 hat sich die Zahl der gemeldeten Campylobacter-Infektionen auf 214'779 stabilisiert. Bei Lebensmitteln wird der Erreger überwiegend in Hähnchenfleisch nachgewiesen. Die Zahl der Listeriose-Fälle dagegen nahm zwischen 2012 und 2013 um knapp 9 Prozent auf 1763 zu und ist seit 2009 konstant gestiegen. Listeriose ist eine schwere Erkrankung. Die Infektion geht meist von verzehrfertigen Lebensmitteln aus (z.B. Räucherfisch, bestimmte Wurstwaren, Weichkäse) und kann bei Älteren und Menschen mit einem schwachen Immunsystem zum Tode führen. In der Schwangerschaft ist eine Übertragung auf das ungeborene Kind möglich. Dennoch lagen die Nachweise für das Bakterium Listeria monocytogenes laut EFSA nur selten oberhalb der gesetzlich festgelegten Grenzwerte.

Die zweithäufigste Zoonose war die Salmonellose: Die Zahl der Fälle ist weiterhin gefallen und liegt nun bei 82'694 (minus 7.9%). Vermutlich ist diese erfreuliche Entwicklung auf verstärkte Kontrollprogramme bei Geflügel zurückzuführen. Die häufigste Quelle für lebensmittelbedingte Ausbrüche waren jedoch weiterhin Eier und Eiprodukte.

Die nach den offiziellen Meldungen dritthäufigste lebensmittelbedingte Erkrankung ist mit 6471 Fällen die Yersiniose (minus 2.8 Prozent). Zudem wurden mit 6043 um 5.9 Prozent mehr Fälle von Verotoxin produzierenden E. coli (VTEC) gemeldet, die beispielsweise in Rindfleisch vorkommen.

Verbraucher können durch die Einhaltung von einfachen Hygieneregeln wie Händewaschen und Sauberkeit in der Küche verhindern, dass Krankheitserreger auf Lebensmittel gelangen. Fleisch, Geflügel und Fisch sollten stets getrennt von anderen Produkten verarbeitet werden, rät der aid infodienst, Bonn. Ausreichendes Kühlen und Erhitzen bei der Lebensmittelzubereitung sorgt dafür, dass sich die Keime nicht vermehren können. Geflügel, Hackfleisch, Fisch und Eierspeisen sollten auf jeden Fall gut durchgegart werden.

Heike Kreutz / aid


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