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Wirteverband Basel-Stadt

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22.08.2019

Totalschaden nach Brand

IG Rheingasse formuliert Wünsche und Anregungen

Am letzten Freitag brannte der Rheinhof an der Rheingasse 17 in Basel. Seither ist das Haus unbewohnbar. Es herrscht nach wie vor Einsturzgefahr. Vom Brand sind auch Anwohner, Hoteliers und Gastronomen betroffen. Totalschaden am Gebäude, gesprengte Fensterscheiben bei angrenzenden Gebäuden, starker Rückgang der Gäste: Das Feuer fordert seinen Tribut. Dennoch blickt man in der Rheingasse zuversichtlich in die Zukunft.

Die Erinnerungen an den verhängnisvollen Brand vom letzten Freitag, 16. August 2019 sind noch frisch – die Brandruine bietet einen traurigen Anblick. Es klafft im wahrsten Sinne des Wortes eine Lücke in der Gasse. Die IG Rheingasse hat an einer Pressekonferenz im Hotel Krafft über die aktuelle Situation und die Zukunft der Gasse informiert.

Dank gebührt allen Einsatzkräften, die während dem Brand und auch darüber hinaus im Einsatz gestanden sind; speziell den Feuerwehren. «Ihr schnelles und professionelles Eingreifen hat Schlimmeres verhindert», betont Heike Zenker, Anwohnerin der Rheingasse 15. Sie geht davon aus, dass es vier bis fünf Monate dauern wird, bis sie mit ihrer Familie in ihre Wohnung zurückkehren kann. Aktuell bietet ihr das Hotel Krafft Unterkunft.

Betroffenheit und Unwissen

Die Grenzwert-Bar, die von Cécile Grieder seit 2015 in der Rheingasse geführt wird, sucht für ihren Betrieb nach einer Übergangslösung – von allen Gewerbetreibenden hat es ihr Lokal am Schlimmsten erwischt.

«Leider weiss ich immer noch nicht, wie es nun weiter geht; wann ich ins Gebäude kann und mir ein Bild vom Schaden machen kann. Ich bin bis heute von niemanden von den Behörden kontaktiert worden und stehe im Leeren», sagt Grieder. Ob dem Gebäude an der Rheingasse 17 ein Wiederaufbau oder der Abriss bevorsteht, ist heute noch unklar.

Für die IG Rheingasse ist klar: Nach dem schlimmen Ereignis muss es nun vorwärts gehen. Ein Plan und konkrete Massnahmen seien gefordert, denn der aktuelle Zustand sei für alle Betroffenen fast nicht auszuhalten.

Die Rheingasse ist eine Mischzone mit Wohnraum, Hotellerie und Gewerbe. Im Rheinhof müsse man wieder Wohnraum schaffen können, so Tino Krattiger, Anwohner und Initiant der IG Rheingasse. Die IG Rheingasse fordert Informationen und konkrete Massnahmen seitens Politik und Behörden.

Fälle wie die Rheingasse 17 rütteln auf – und zeigen, dass Handlungsbedarf besteht. Geldbeträge für sozial benachteiligte Personen zu sprechen, ohne die Lebensumstände und die Situation vor Ort zu prüfen, reicht nicht. Damit die Menschen wirklich die Unterstützung erhalten, die sie dringend benötigen, ist in der Umsetzung genaue Prüfung und Kontrolle vonnöten.

Die Sicherheit der Menschen steht für die IG Rheingasse im Vordergrund und ist das grösste Anliegen. Franz-Xaver Leonhardt erklärt, er führe viele Gespräche mit benachbarten Gastronomen; auch das Haus, in welchem sich das Restaurant Sonne befindet, sei in schlechtem Zustand, so der CEO der Krafft-Gruppe, zu der unter anderem das Hotel Krafft und die Bar Consum gehören.

Positiv in die Zukunft blicken

Die IG Rheingasse will weiterhin aktiv die Gasse beleben und sich für ihre Zukunft stark machen. Die Bar Consum nimmt bereits heute den Betrieb wieder auf. Man will erreichen, dass der Alltag raschmöglich einkehrt. Mit dem Eigentümer der Rheingasse 17 ist die IG Rheingasse schon länger im Gespräch; Vorschläge für eine Übernahme des Rheinhofs sind seit mehreren Jahren Thema. Die IG Rheingasse strebt eine gemeinsame Lösung an, die für alle involvierten Parteien stimmt.

Die Luftaufnahme zeigt die verheerenden Schäden. IG Rheingasse



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