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Wirteverband Basel-Stadt

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17.02.2021

Weltneuheit in der Ferienregion Heidiland

Blockchain stellt Weichen für den Tourismus der Zukunft

In der Schweizer Ferienregion Heidiland entsteht das weltweit erste Blockchain-Netzwerk im Tourismus. Zusammen mit Partnern arbeitet Heidiland Tourismus an der Freizeitwirtschaft der Zukunft. Erste innovative Anwendungen sollen den Gästen auf die Wintersaison 2021/22 zur Verfügung stehen.

Gemeinsam mit Blockchain-Experten und weiteren Partnern legt Heidiland Tourismus den Grundstein für eine völlig neue Dimension in der Digitalisierung der Freizeitwirtschaft in einer Destination. Der Aufbau der «HeidiCHain» wird deshalb auch von Innotour unterstützt, dem Förderinstrument des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO für den Tourismus.

Heidis Berge statt Silicon Valley: Für einmal ist nicht der schillernde Hightech-Standort im Westen der USA Geburtsstätte einer digitalen Weltneuheit, sondern die Schweizer Ferienregion Heidiland im Grenzgebiet der Kantone St. Gallen und Graubünden.

Hier arbeitet die gleichnamige Destinationsmanagement-Organisation (DMO) zusammen mit den Blockchain-Spezialisten von «rell.io» und weiteren Technologie- und Tourismuspartnern an der weltweit ersten Tourismus-Blockchain. Im Rahmen des Projektes «HeidiCHain» entsteht so eine voll funktionsfähige private Blockchain-Umgebung, die spezifisch auf die Bedürfnisse einer Tourismusregion zugeschnitten ist.

So funktioniert die touristische Blockchain

Der Begriff «Blockchain» wird heute oft mit spekulativen Kryptowährungen wie Bitcoin in Verbindung gebracht. Dies hat jedoch nichts mit der touristischen Pionierarbeit zu tun, die derzeit in Heidis Heimat geleistet wird. So nutzt die «HeidiCHain» innerhalb des im Konsortium angeschlossene Partner für eine dezentrale und anonyme Datenspeicherung aller Transaktionen.

Dies bedeutet, dass Daten nicht zentral bei einem Partner gesammelt werden. Dadurch werden die Kundendaten nicht einsehbar und sind komplett sicher – ein wichtiger Faktor in Zeiten erhöhter Anforderungen an den Datenschutz.

Und: Die «HeidiCHain» erlaubt es den verschiedenen Akteuren innerhalb der Region zukünftig, die Daten dezentral und anonymisiert gemeinsam zu nutzen und Transaktionen aller Art durchzuführen. Damit bildet dieses spezifische Blockchain-Netzwerk das eigentliche Fundament für zahlreiche Innovationen und neue touristische Dienste in der Zukunft.

Die Ferienregion Heidiland eignet sich deshalb sehr gut als Modell-Destination, weil sie auf einem überschaubaren Raum ein sehr heterogenes touristisches Angebot mit Leistungsträger unterschiedlicher Grösse beheimatet.

Vom 5-Sterne-Resort zur SAC-Hütte, vom beinahe mediterranen Walensee-Ufer bis zu hochalpinem Gelände mit Gletscher, von der Bergbahn, zur Therme bis hin zu zahlreichen Events: Die Ganzjahresdestination bildet eine Art repräsentativer Querschnitt des Schweizer Tourismus und ist ideal um den Einsatz eines dezentralen, vernetzten Systems zu testen.

Digitalisierte Kurtaxen-Administration als erste Anwendung

Unterkunft, Gastronomie, Bergbahn, Therme, Sportartikelverleih, geführte Touren: Heute setzt sich das Gesamterlebnis für den Gast in einer typischen Destination oftmals aus zahlreichen Einzelanbietern und Einzelleistungen zusammen, die völlig isoliert voneinander funktionieren und nicht selten auch (noch) nicht online buchbar sind.

Auf der Angebotsseite stehen zwar einzelnen touristischen Dienstleistern Kundendaten zur Verfügung, diese können aber heute nicht anonymisiert, geteilt und so von allen Leistungsträgern innerhalb einer Destination sinnstiftend genutzt werden – für Analysen der Besucherströme oder für bedürfnisgerechte Produktentwicklungen beispielsweise. Die «HeidiCHain» schafft hier die technologische Grundlage, dass sowohl auf der Nachfrage- wie auch auf der Angebotsseite in Zukunft völlig neue Anwendungen möglich sind.

In der Projektphase wird nach dem Aufbau der Blockchain und des entsprechenden Leistungsträger-Konsortiums als erster konkreter Anwendungsfall ein System zur automatisierten, digitalen Kurtaxenabrechnung für den Gast und den Leistungserbringer umgesetzt.

Heute ist die Kurtaxenadministration in der Ferienregion Heidiland durch die DMO sehr personalintensiv, schwer kontrollierbar und zeitverzögert und bringt für alle Beteiligten einen hohen administrativen Aufwand mit sich. Mit der Digitalisierung des Meldewesens auf Basis der Heidiland-Blockchain wird neben dem Abbau des administrativen Aufwands auf Seiten der Hotellerie, des Gastes, der Destinationen und beteiligter öffentlichen Stellen gleichzeitig auch die Qualität der gemeldeten Tourismusdaten für die Logiernächte-Statistik verbessert.

Tourist-ID als «digitaler Schlüssel» zur Region

Ebenfalls Teil der Projektphase ist die Einführung einer digitalen Tourist-ID mit einer entsprechenden Mobile-Applikation. Der Gast kann diese ID künftig einmalig bei der Destination lösen und erhält so auf seinem Smartphone einen persönlichen «digitalen Schlüssel» zur Region. Dieser ermöglicht ihm künftig Zahlungen im Restaurant, den Zutritt zur Bergbahn oder die Öffnung seiner Ferienwohnungstüre – ganz einfach mit dem Smartphone und ohne zusätzlichen Aufwand.

Weitere Ausbauschritte auf Basis der «HeidiCHain» sind der Aufbau eines digitalen Marktplatzes (Ausspielung von personalisierten Angeboten mittels künstlicher Intelligenz) und die Entwicklung von Dashboards zur Echtzeit-Analyse der Daten, bspw. für die Entwicklung neuer touristischer Produkte.

Das innovative Projekt wird von Blockchain-Experten von «rell.io», der Heidiland Tourismus AG, den Wirtschaftspartnern TSO AG, der Tourist-Data Shop AG und weiteren externen Partnern sowie den regionalen Leistungsträgern gemeinsam umgesetzt.

In der ambitionierten Projektlaufzeit von Januar bis Ende Oktober 2021 soll der Machbarkeitsnachweis erbracht werden, um mit der Heidi-Blockchain das Fundament für zukünftige Innovationen im Tourismus zu legen. Ziel ist es, dass die neue Lösung mit ersten Anwendungsapplikationen auf die Wintersaison 2021/22 hin erstmals angewendet respektive für den Gast nutzbar wird.

Bild: Heidiland Tourismus AG


 

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