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15.10.2026

100 Aussteller, 180 Berufe, 30'000 Besucher

Basler Berufs- und Weiterbildungsmesse feierlich eröffnet

Ein lachender Bauspengler auf einem Dach: Mit diesem Foto begann vor 28 Jahren der Berufsweg von Marco Fumagalli. Heute Morgen hat der Leiter Berufsbildung des Gewerbeverbands Basel-Stadt die 11. Basler Berufs- und Weiterbildungsmesse eröffnet. Bis am Samstag präsentieren rund 100 Aussteller und Mitaussteller in der Rundhofhalle der Messe Basel 180 Berufe und 240 Weiterbildungsangebote.

1998 stand Marco Fumagalli, heutiger Leiter Berufsbildung beim Gewerbeverband Basel-Stadt, selbst vor der Berufswahl. Eine Berufsmesse gab es in Basel noch nicht, dafür an einem Informationsanlass das Foto eines lachenden jungen Bauspenglers. «Eigentlich nur ein Bild», sagte Fumagalli an der Eröffnung der 11. Basler Berufs- und Weiterbildungsmesse (BBWM) in der Rundhofhalle der Messe Basel.

«Und trotzdem hat genau dieses Bild meine Neugier geweckt.» Nach der Lehre als Bauspengler bildete er sich zum Aktivierungstherapeuten HF weiter. Mit der Eröffnung der BBWM schliesse sich für ihn nach 28 Jahren ein Kreis.

Den Ausstellerinnen und Ausstellern dankte er für ihren Einsatz: «Sie schaffen Perspektiven. Sie zeigen Möglichkeiten. Und Sie machen Türen auf.» Und die Anwesenden rund 120 Gäste ermunterte er: «Setzen Sie sich weiterhin tatkräftig für unser erfolgreiches duales Bildungssystem ein!»

Regierungsrat im Kreuzverhör

Danach übernahm Reto Baumgartner, Direktor des Gewerbeverbands Basel-Stadt, das Mikrofon. Vom Basler Erziehungsdirektor, Regierungsrat Mustafa Atici, wollte er wissen, welchen Beruf er sich als Kind erträumt hatte, wo er sein erstes Geld verdient hatte und welchen Beruf er heute wählen würde, wenn er 16 Jahre alt wäre. Und natürlich wollte Reto Baumgartner wissen, was er als Regierungsrat für die Berufslehre tut.

Für Baumgartner ist klar: «Damit junge Menschen ihren Weg finden, braucht es engagierte Lehrbetriebe, gute Rahmenbedingungen und eine Politik, die sich für eine starke Berufsbildung einsetzt.»

Mustafa Atici ergänzte, dass die Berufsorientierung bereits in der Primarschule thematisiert werden müsste. «Wir müssen am Thema Berufsbildung dranbleiben. Es lohnt sich», so der Basler Erziehungsdirektor.

Dann stellten zwei junge Frauen die Fragen: Schülerin Cheyenne Stauffer, die ihre Berufswahl noch vor sich hat, und Nora Tobler, die ihre Lehre bei Audiorent abgeschlossen hat.

Stauffer fragte den Regierungsrat, was er Jugendlichen rät, die Angst vor der falschen Lehre haben. Atici drehte den Spiess um und wollte wissen, was die Schule bei der Berufsfindung besser machen könnte. In der Runde «Wahrheit oder Lüge» tischten die Gäste auf dem Podium Geschichten auf, das Publikum stimmte ab und lag nicht immer richtig.

Ein EFZ für den Erziehungsdirektor

Zum Schluss überreichten Cheyenne Stauffer und Nora Tobler dem Regierungsrat ein eigenes «Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis»: als «Hüter der Berufsbildung». Mustafa Atici war sichtlich gerührt. Die Auszeichnung kam aber auch mit einem Auftrag, nämlich der Berufsbildung grösstmögliche Sorge zu tragen.

Um 9 Uhr öffnete die Halle für das Publikum. Bis Samstag erwarten die Organisatoren rund 30'000 Besucherinnen und Besucher.

basler-berufsmesse.ch

Bild: Gewerbeverband Basel-Stadt


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